Friedrich Merz nennt EU-Mercosur-Deal einen 'historischen Schritt'

Mit deutlichen Worten lobt Friedrich Merz (CDU) das jüngst erreichte EU-Mercosur-Abkommen und sieht darin einen Wendepunkt für Europas wirtschaftliche Zukunft. Viel Zeit sei verloren gegangen, das Ziel aber lohne die Mühen.

09.01.26 13:09 Uhr | 11 mal gelesen

Dass der Europäischen Union und den vier Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay nach fast einem Vierteljahrhundert Verhandlungen jetzt ein gemeinsames Handelsabkommen gelungen ist, war alles andere als selbstverständlich – so betonte Kanzler Merz. Mit dem Deal werde nicht nur die hiesige Wirtschaft gestärkt, sondern auch eine enorme Freihandelszone geschaffen, die den gesamten Globus mit über 700 Millionen Menschen umfasst. Merz sparte allerdings nicht mit Kritik an der endlosen Zähigkeit der Gespräche und forderte, zukünftige Abkommen deutlich flotter abzuschließen. Während viele Ökonomen von neuen Wachstumschancen für die EU sprechen, melden sich auch skeptische Stimmen zu Wort: Bauernverbände befürchten massive Konkurrenz und warnen vor dem Aufweichen von Umwelt- oder Sozialstandards. Noch gilt: Ganz in trockenen Tüchern ist die Sache nicht – eine Bestätigung aller EU-Hauptstädte und des Parlaments steht noch aus, was bei dem ein oder anderen Beobachter die Frage aufwirft, ob nach 25 Jahren Geduld nicht doch noch Stolpersteine auftauchen könnten. Ehrlich gesagt: Eine gewisse Skepsis bleibt da – aber auch Hoffnung.

Merz würdigt den Durchbruch beim EU-Mercosur-Freihandelsabkommen als strategischen und wirtschaftlichen Fortschritt, äußert aber Unmut über die jahrzehntelange Dauer der Verhandlungen. Mit der Einigung soll die weltweit größte Freihandelszone entstehen, von der immense Impulse für Export und Wirtschaftswachstum erwartet werden. Gleichzeitig machen Bauern, Umweltschützer und Gewerkschaften Druck und verlangen Garantien gegen Sozial- und Ökodumping – ein Balanceakt, bei dem jeder Schritt politische Bedeutung hat. Aktuelle Ergänzungen: Über die Einigung wurde breit berichtet: Laut Süddeutscher Zeitung sei das Abkommen ein geopolitischer Gewinn, stehe aber wegen der Massentierhaltung und Amazonas-Abholzung weiterhin in der Kritik. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hebt hervor, dass die Zustimmung aller EU-Länder keineswegs sicher sei und Frankreich massiven Widerstand signalisiert. Mehrere Medien betonen die besondere Bedeutung angesichts des wachsenden geopolitischen Drucks auf Europa durch den Ukrainekrieg und Chinas Einflussnahme.

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