Friedrich Merz soll im Wahlkampf für Schulze punkten

Sven Schulze, Regierungschef von Sachsen-Anhalt, setzt zur Landtagswahl auf prominente Wahlkampfhilfe: Kanzler Friedrich Merz und andere Größen der Union sollen für ordentlich Rückenwind sorgen.

heute 05:54 Uhr | 2 mal gelesen

Ab Anfang September dürfte es in Sachsen-Anhalt noch heißer hergehen, als die Sommerprognose ankündigt. In der "Bild" plauderte Sven Schulze (CDU) aus, dass Friedrich Merz – seines Zeichens Bundeskanzler – im Vorwahlkampf mehrfach Flagge zeigen will. Staatstragendes Besuchsprogramm quasi: Auch Ministerpräsidenten wie Markus Söder oder Hendrik Wüst stehen auf der Unterstützerliste. Eine konkrete Terminzahl? Gab's nicht, typisch Politik. Wie oft Merz zwischen Harz und Elbe wortreich auftritt, sei offen. Im Kern dreht sich für Schulze alles um das Duell: CDU oder AfD – 'ne klassische Lagerentscheidung. Für ihn persönlich steht einiges auf dem Spiel: Wird's nochmal der Posten als Ministerpräsident oder übernimmt die Alternative für Deutschland das Steuer? Kräfte aus Berlin, von der EU und anderen Bundesländern müssten zusammenhalten, damit Sachsen-Anhalt nicht ins politische Abseits rutscht. Ob Wahlkampf mit Verstärkung wirklich den großen Unterschied macht? Na ja, manchmal entscheidet eben auch die Stimmungslage von heute auf morgen.

Sven Schulze will zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf geballte Unterstützung aus der CDU-Spitze setzen. Allen voran erwartet er Friedrich Merz für mehrere Wahlkampftermine, flankiert von weiteren prominenten Unionspolitikern. Ziel: Ganz klar eine Abgrenzung zur AfD – und der Versuch, das Land in ein Bündnis mit starken Partnern aus dem Bund und anderen Ländern einzubetten. Aktuell berichten mehrere Medien über die zunehmende Zuspitzung des Wahlkampfs, der stark von der Angst vor einem Erstarken der AfD geprägt ist und in dem sich die etablierten Parteien bewusst als Bollwerk gegen den politischen Rechtsruck aufstellen. Parteien wie CDU und SPD setzen zunehmend auf prominente Unterstützung und gemeinsame Auftritte, während Beobachter spekulieren, ob solche Inszenierungen im letztlich entscheidenden Wahlkampf-Endspurt greifen oder sich die Wählerstimmung kurzfristig ganz anders entwickelt. Neu ist auch die verschärfte Debatte um eine mögliche Koalition nach der Wahl, denn rechnerisch könnte es eng werden – erste Hochrechnungen lassen Spielraum für Überraschungen.

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