Fynbiz: Aus Zwei mach Eins – Ein neuer Auftritt für den Mittelstand

Gut ein Jahr nach ihrer Fusion bündeln die Finanzierungsplattformen FinCompare und COMPEON ihre Kräfte endgültig unter neuem Namen: Fynbiz. Mit neuem Markenauftritt signalisiert das Unternehmen nach außen, was intern längst Alltag ist – ein zusammengewachsenes Team mit klarer Ausrichtung für mittelständische Firmenfinanzierung.

heute 09:10 Uhr | 3 mal gelesen

Wenn zwei Wettbewerber im gleichen Teich fischen, ist irgendwann die Frage unausweichlich: Wozu doppelt aufgestellt bleiben? FinCompare und COMPEON hatten in den vergangenen Jahren immer mehr Gemeinsamkeiten entwickelt, was Produkt, Kundschaft und Marktbetrachtung betrifft. Die reine Betriebsintegration – viel Technik, Prozesse und Organisation – ist durch. Doch, Hand aufs Herz: Kultur und Außenwirkung sind eine andere Hausnummer. Und damit tritt Fynbiz auf die Bühne, als sichtbares Zeichen für das Zusammenschmelzen. Geschäftsführer André Lichner bringt es auf den Punkt: 'Unsere Stärke liegt dort, wo klassische Banken wegschauen – bei Unternehmern mit Ecken und Kanten, nicht bei den ewigen Zins-Jongleuren.' Der Name selbst – irgendwie modern, 'Fyn' wie Finance, 'biz' wie Business, typisch Start-up-Logik – soll diese neue Identität tragen. Bislang standen FinCompare und COMPEON für sehr ähnliche Lösungen: Finanzierung für kleine und mittlere Unternehmen, die oft von Banken ignoriert werden. Zwei Marken auf demselben Spielfeld wirken irgendwann eher verwirrend als sinnvoll. Klartext: Ein Auftritt spart Ressourcen und macht das Angebot eingängiger. Über drei Millionen Unternehmer in Deutschland – die Zielgruppe ist groß, der Bedarf offensichtlich. Das sehen auch Aufsichtsrat und Unternehmensführung so: Die Marke ist nicht nur ein neues Schild am Gebäude, sondern der Schlusspunkt einer langen Integration und der Auftakt für mehr. Im aktuellen Wettbewerb positioniert sich Fynbiz zwischen traditionellen Kreditinstituten und neuen Digital-Plattformen. Sie nehmen von beiden Welten das Beste: Kooperationen mit traditionsreichen Banken und Sparkassen, gleichzeitig partnerschaftliche Deals mit modernen FinTechs wie Iwoca oder Banxware. Das Ziel: konkrete Lösungen für KMU, die von klassischen Banken oft gemieden werden. Ein eigenes digitales Hub soll künftig auch Transparenz und Guidance in Sachen 'Wie werde ich bankfähig?' bieten – ein bisschen wie Finanzcheck, aber mit Fokus auf unternehmerische Entwicklung statt nur Ratenrechnung. Und wer letztlich das Rennen macht, zählt weniger als die Tatsache, dass das Geld am Ende wirklich beim Betrieb landet. Die Zielgruppe: Betriebe, die schnell und unkompliziert Liquidität benötigen. Die typischen Summen reichen von ein paar tausend Euro bis etwa einer Million – nicht die spektakulären Mega-Deals, sondern handfestes Mittelstandsgeschäft. Fynbiz setzt dabei weniger auf Schnäppchenjäger als auf Unternehmen, denen es um Verlässlichkeit und nachvollziehbare Prozesse geht. Mit rund 50.000 Firmenkunden und monatlich über 300 vermittelten Finanzierungen hat sich das Unternehmen im ersten Jahr nach der Fusion ordentlich entwickelt. Das Team umfasst inzwischen etwa 80 Mitarbeitende – Tendenz: steigend. Der Gesamtmarkt für die Finanzierung des unteren Mittelstandes liegt in Deutschland laut Schätzungen bei stolzen 70 Milliarden Euro. Kein Wunder, dass sich zunehmend neue Anbieter aus dem Ausland tummeln. Fynbiz visiert mittelfristig 2 Prozent Marktanteil an – ambitioniert, aber mit Rückenwind. Dem Rebranding fällt übrigens niemand personell zum Opfer. André Lichner, Dirk Günther und Markus Kuchnia bleiben das Leitungsteam.

Fynbiz – der Zusammenschluss von FinCompare und COMPEON – präsentiert sich nach intensiver Integrationsphase nun einheitlich im Markt. Das Unternehmen verbindet klassische und digitale Finanzierungsmethoden, um insbesondere kleinere und mittlere Firmen mit erschwertem Zugang zu Bankkrediten zu unterstützen. Mit deutlichem Wachstum, einem eigenen digitalen Hub und stabiler Führung etabliert sich Fynbiz als aktiver Mittler im milliardenschweren Mittelstandsmarkt Deutschlands. In aktuellen Berichten verschiedener Medien ist zu lesen, dass digitale Finanzierungslösungen für den Mittelstand immer mehr gefragt sind, gerade angesichts steigender Zinsen und schwieriger Kreditbedingungen bei traditionellen Banken. Viele Experten sehen die Notwendigkeit, dass Unternehmen neue Wege gehen müssen – sei es durch FinTechs, spezialisierte Plattformen wie Fynbiz oder Kooperationen mit alternativen Finanzierern, um Zugang zu Liquidität und Wachstumskapital zu sichern. Auch die Digitalisierung der Finanzierungsprozesse wird als entscheidender Wettbewerbsfaktor betont: Schnelligkeit, Transparenz und hybride Modelle zwischen menschlicher Beratung und digitalen Tools machen den Unterschied. Insgesamt bleibt der deutsche KMU-Finanzierungsmarkt trotz Unsicherheiten hochdynamisch und offen für innovative Anbieter. Im Vergleich zu anderen Ländern gilt der deutsche Mittelstand traditionell als vorsichtig, sucht jetzt aber verstärkt clevere Kombinationen aus Stabilität und Flexibilität. (Stand: Juni 2024)

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