Überraschend kräftig fiel das Plus im Auftragseingang aus: Mit 113 Milliarden Euro lagen die neuen Bestellungen im Bauhauptgewerbe laut Destatis 9,2 Prozent über dem Vorjahr. Besonders bemerkenswert: Nach Jahren der Stagnation ist im Hochbau ein richtiger Wachstumsschub festzustellen, real plus 7,5 Prozent, nominal sogar plus 10,1 Prozent. Auf den ersten Blick beeindruckend, doch ein genauerer Blick zeigt: Der große Treiber ist der Wohnungsbau – wenngleich er von einem historisch niedrigen Niveau kommt. Der Bereich Nichtwohnungsbau wuchs ebenfalls, aber etwas verhaltener. Im Tiefbau wiederum wurden neue Höchststände erreicht, kritische Infrastrukturprojekte wie Bahn oder Digitalisierung geben hier ordentlich Schub. Im Dezember allerdings setzte es im Auftragseingang ein kleines Dämpfchen: minus 4,9 Prozent zum Vormonat, aber immerhin 3,1 Prozent mehr als im Vorjahresdezember. Der Umsatz entwickelte sich positiv wie schon lange nicht mehr – erstmals seit 2020 wieder ein reales Plus, nominal sogar Rekordhöhe. Interessantes Detail am Rande: Die Zahl der Betriebe und Beschäftigten kletterte leicht nach oben, ebenso die Entgelte. Nur bei den geleisteten Arbeitsstunden macht sich eine Mini-Delle bemerkbar. Der Bauboom kommt also an, aber das Bild bleibt vielschichtig. Irgendwie fühlt es sich an, als würde das Bauhauptgewerbe die ersten Sonnenstrahlen nach einer langen Durststrecke spüren – ob das reicht, um nachhaltig Schwung zu holen?
Die Auftragslage im deutschen Bauhauptgewerbe zeigt 2025 spürbar nach oben: Real stieg der Auftragseingang um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das Volumen beträgt 113 Milliarden Euro – ein beachtlicher Anstieg, zum ersten Mal seit 2021 wächst der Hochbau nennenswert. Besonders Großprojekte im Tiefbau, darunter Bahnstreckensanierungen und digitale Infrastruktur, sorgen für Rekordwerte. Allerdings bleiben Unsicherheiten, etwa wegen steigender Baukosten, Materialengpässen und dem weiterhin schwachen privaten Wohnungsbau, der trotz prozentualen Wachstums noch deutlich unter früheren Boomzeiten liegt. Auffällig ist auch: Neue Förderprogramme der Bundesregierung – unter anderem zur klimafreundlichen Sanierung – könnten dem Sektor zuspielen, sind aber aktuell noch nicht flächendeckend angekommen. In der Fachpresse wird darauf hingewiesen, dass sich die Baukonjunktur derzeit auf wenige große Projekte konzentriert, kleinere Baufirmen bleiben oft außen vor. Das Arbeitsvolumen stagniert, obwohl die Gesamtentgelte steigen – ein Zeichen für steigende Löhne, aber auch knapper werdendes Fachpersonal. Experten warnen, dass der positive Trend fragil bleiben könnte, sollten Zinsen wieder steigen oder die öffentliche Hand bei den Investitionen sparen.