gevekom: Zwischen KI-Pioniergeist und ehrgeizigem Wachstum – Eine neue Epoche beginnt

Dresden – Nach zwei Jahrzehnten am Markt und fünf überdurchschnittlichen Geschäftsjahren steuert die gevekom-Gruppe auf eine neue Ära zu. Mit klarem Blick auf Akquisitionen, genährt durch Investitionen in Technologie, Mitarbeiter sowie moderne Standorte, stellt sie sich breit für die nächsten Herausforderungen auf. Gerade der Wandel vom klassischen Wachstum hin zur gezielten Expansion gibt der Strategie ab 2026 ihre besondere Würze.

heute 17:05 Uhr | 1 mal gelesen

gevekom trotzt dem Sturm: Wachstum auf neuen Wegen

Im Geschäftsjahr 2025 hat die Dresdner gevekom-Gruppe zum wiederholten Mal den eigenen Rekord gebrochen – der Umsatz kletterte um 2,05 Prozent auf beachtliche 81,43 Millionen Euro. Der Unterschied zu früher: Mit selbst entwickelten KI-Tools und der Neuausrichtung des Geschäftsmodells hat gevekom die Weichen komplett neu gestellt. Gerade im sich rasant verändernden europäischen Service-Markt, wo Automatisierung und digitale Prozesse den Ton angeben, schlägt gevekom jetzt einen eigenen, mutigen Kurs ein. Resilienz ist das Buzzword des Jahres – das klingt abgedroschen, ist aber angesichts der vielen Mitbewerber, die aktuell straucheln, sogar ein bisschen beneidenswert.

Neue Auftraggeber und Branchenmix – Mehr als nur Zahlen

Erstaunlich: Trotz Marktschrumpfung fanden 16 neue Kunden – etwa Mr. Spex, Eurowings Holidays oder Rheinpfalz – ihren Weg nach Dresden. Ein kleiner prozentualer Zugewinn zwar, aber im aktuellen Umfeld keine Selbstverständlichkeit. Die Mitarbeiterzahl bleibt bei 2.500 – ein Zeichen, dass Wachstum auch ohne Personalkarussell möglich ist. Besonders spannend: Publikumsstimmen von Neukunden und Kunden aus dem Verlagswesen, die auf Augenhöhe und mit echter Begeisterung von der Zusammenarbeit berichten.

KI-Aufbruch: Aus Angst wird Angriffslust

Künstliche Intelligenz ist für Contact Center laut Lehrbuch Fluch und Segen – gevekom fokussiert sich allerdings auf die Chancen. Ein Investment von einer Million Euro floss 2025 in die Weiterentwicklung. Mit eigenen KI-Agents, teils gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Dialfire entwickelt, testet gevekom das Zusammenspiel von digitaler und menschlicher Intelligenz. Nicht zu überhören: Der Voicebot „GABI“ erledigt bereits autonom 80 Prozent aller Anfragen und hat sich im Praxistest – Zitat: „Das ist die beste Verkaufsmaschine, die ich je gehört habe“ – als Glücksfall erwiesen.

Der Weg geht weiter, etwa mit Agentic AI, also Software, die autonom Serviceprozesse am Desktop steuert und klassisches Callcenter neu denkt. Der Anspruch: die beste Mischung aus Tech-Innovation und persönlicher Ansprache zu liefern. Urlaubsguru und andere Auftraggeber entwickeln gemeinsam mit gevekom KI-Roadmaps – ein schönes Beispiel für Co-Creation im Alltag.

Standort Tunis: Einmal quer über das Mittelmeer

Ein Novum: Mit dem Standort in Tunesien verankert gevekom nicht nur neue Sprachkompetenzen, sondern schafft auch einen smarten Brückenkopf zwischen Europa und Afrika. Schöne Randnotiz: Die Belegschaft dort kommt mit akademischem Background und mehrsprachigem Talent. Homeoffice und Workspaces mischen sich je nach Bedarf und verlangen manchmal nach neuen Regeln, wozu gevekom offenbar bereit ist.

Mitarbeiter im Fokus: Nicht nur ein Marketing-Slogan?

Die Job-Bewerberzahlen schnellen in die Höhe – fast 16.000 wollten 2025 Teil der gevekom-Familie werden. Neue Arbeitskonzepte wie das Sales-Hive auf Mallorca werden überwiegend über soziale Medien bespielt. Die Loyalitätsquote der Mitarbeiter bleibt beeindruckend, was nicht zuletzt am Invest in „Happy Employee“-Programme liegt – ob das immer reicht, sei dahingestellt. Jedenfalls berichten Kunden wie Popken Fashion von reibungsloser und flexibler Zusammenarbeit, was dem Employer Branding wohl einen Schub gibt.

Strategie für 2026: Zeit für große Sprünge

Organisches Wachstum gut und schön – jetzt steht die gezielte Übernahme anderer Anbieter auf der Agenda. Der Weg führt weg von reiner Dienstleistung hin zu einem ambitionierten Tech-Anspruch. Die Konkurrenz bleibt wachsam, aber gevekom will „den Großen Paroli bieten“, wie CEO Molch es nennt. Der 20. Geburtstag 2026 dient als symbolisches Sprungbrett für die kommenden Jahre mit neuer Aufbruchsstimmung.

Hintergrund

Mit über 2.500 Beschäftigten an 15 Standorten – von Berlin über Palma, Belgrad, Tunis bis Sarajevo – und Angeboten in 30 Sprachen ist gevekom längst einer der prägenden Player im Multichannel-Business. Die Kundenliste reicht von DAX-Konzernen bis zur reiselustigen Zielgruppe. Credo: Glückliche Mitarbeiter liefern die besten Ergebnisse. Klingt nach Plattitüde, scheint aber im Alltag zu funktionieren.

Die gevekom-Gruppe hat ihr 20-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, die eigene Unternehmensstrategie deutlich zu schärfen: Während Digitalisierung und Arbeitsmarkt in der Callcenter-Branche weiterhin für tiefgreifenden Wandel sorgen, setzt gevekom auf ein Zusammenwirken aus hochinnovativer KI und unverwechselbarem Teamspirit. Besonders auffällig ist die massive Investition in eigene KI-Lösungen, etwa beim Voicebot GABI, durch die nicht nur Prozesse automatisiert, sondern auch Wertschöpfung und Kundenzufriedenheit gesteigert werden. Mit dem Franchise nach Afrika – Stichwort Tunis – öffnet sich gevekom neue Märkte und Talentpools, bleibt aber zugleich mit hoher Mitarbeiterbindung und ungewöhnlichen Recruiting-Konzepten verwurzelt. Im internationalen Vergleich steht gevekom damit exemplarisch für einen selbstbewussten Mittelständler, der sich in einem schwierigen Marktumfeld nicht nur behauptet, sondern kreativ nach vorne prescht.

**Aktuelle Entwicklungen & Einordnung:** - In der Callcenter-Branche rücken laut Medien wie der FAZ und der ZEIT nicht nur KI, sondern auch das Thema Nachhaltigkeit und die Betreuung vielfältiger Kundengruppen zunehmend in den Fokus. gevekom profiliert sich hier im Windschatten als Vorreiter für kombinierte digitale und menschliche Servicekonzepte. - Der europäische Trend zu Near- und Offshore-Standorten, wie ihn aktuell auch Unternehmen in Deutschland weiter forcieren (siehe Spiegel und t3n), stärkt das Netzwerk von gevekom und ist Ausdruck eines flexibleren Umgangs mit Arbeitsplätzen und Talentressourcen. - Durch den Ausbau von vielseitigen Arbeitsmodellen und Innovationen bleibt gevekom nicht nur für Kunden attraktiv, sondern schafft auch für Mitarbeitende neue Perspektiven – ein Aspekt, der in aktuellen Analysen von Experten und auf branchenspezifischen Portalen intensiv diskutiert wird. - Im direkten Wettbewerb positioniert sich gevekom zunehmend als Technologieführer, der Investments in KI nutzt, um Wertschöpfungsketten selbstbestimmt zu gestalten und auf Preisdruck von außen eigenständig zu reagieren.

Schlagwort aus diesem Artikel