In der Kategorie "Up to 6 Years Fiction" setzt das ZDF mit "Lenas Hof" auf liebevolles Storytelling mitten im Grünen: Ein Bauernhof als kleine Welt, in der jedes Tier – egal ob Hund, Katze oder Fuchs – ganz eigene Eigenschaften und Geschichten mitbringt. Die Produktion von Studio FILM BILDER GmbH gleicht eher einem bunten Flickenteppich als einem strengen Lehrbuch: Hier gibt es jede Menge Alltag, Skurriles und Überraschungen – quasi wie im echten Leben.
Weniger erfunden, aber genauso gefühlvoll, geht es in "Die Sendung mit dem Elefanten – Wo stecken die Gefühle?" (WDR) zur Sache – nominiert in der Sparte Non-Fiction für die Jüngsten. Besonders spannend wird es, wenn alltägliche kleine Dramen oder große Freuden aus der Kita nacherlebt werden: Mutproben, schlechte Tage und Versöhnung nach Tränen – das alles ist mit echter Nähe und Humor eingefangen. Vielleicht sind Knoten im Bauch manchmal schwerer zu zeigen als ein lachendes Gesicht. Ehrlich gesagt, wer hat sich als Kind nicht auch gefragt: Wo wohnt eigentlich die Wut?
Im Segment 7- bis 10-Jährige präsentiert "Die Sendung mit der Maus – Felix Nussbaum" (WDR) Geschichte zum Anfassen: Es geht um Kunst, Hoffnung und Verfolgung. Die Moderatorin Clarissa Corrêa da Silva geht mit detektivischem Gespür Spuren des Malers Nussbaum nach; was in Sachen Stolperstein ganz schön unter die Haut geht. Gemeinsam mit dem Trickstudio Lutterbeck haucht das Team einem nahezu vergessenen Animationsskript von Nussbaum und seinem Freund Loewen neues Leben ein. Ein erinnerungswürdiges Lehrstück über Gedenken – zugänglich, aber ohne falsche Schwere.
Und dann gibt es noch "Goat Girl" (KiKA) für ältere Kids: Die Heldin wächst unter Ziegen auf, landet aber plötzlich in der Menschenwelt – natürlich nicht, ohne Chaos zu stiften. Für Gigi ist alles neu: Bücher, Besteck, Mitschüler. Ihre Perspektive ist so schräg wie charmant – und das Format kämpft sogar um den Gender Equity Prize. Es ist diese Mischung aus Witz, Mut und Unangepasstheit, die "Goat Girl" zur besonderen Serie macht.
Der PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL gilt noch immer als Heilige Messe der Kinder- und Jugendmedien, irgendwo zwischen Inspiration und freundlichem Wettbewerb. Im Mai und Juni 2026 werden in München aus über 400 Beiträgen die mutigsten, klügsten und herzlichsten Formate geehrt. Weitere Infos gibt's über die Kommunikationskanäle des KiKA. Ach so – Kontaktdaten sind auch nicht geheim.
Vier Beiträge aus Deutschland überzeugten die Jury und sichern sich Nominierungen beim PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL 2026, dem bedeutenden internationalen Festival für Kinder- und Jugendfernsehen. Nominiert wurden: "Lenas Hof" für kleine Kinder, "Die Sendung mit dem Elefanten – Wo stecken die Gefühle?", "Die Sendung mit der Maus – Felix Nussbaum" für Grundschulkinder und die Animationsserie "Goat Girl" für Ältere – jede Produktion überzeugt durch ihre jeweils eigene kreative Handschrift und ihren reflektierten Umgang mit Themen wie Diversität, Emotionen, Erinnerungskultur und Selbstfindung. Laut aktuellen Medienberichten sorgt insbesondere die Nominierung von Formaten mit historischem Bezug und Gender-Fragen für breite Aufmerksamkeit in Pädagogik und Feuilleton: Medienexperten loben, dass KiKA, ARD und ZDF gezielt gesellschaftliche Herausforderungen kindgerecht adressieren und damit international als Vorbilder gelten.