Der Norddeutsche Rundfunk bestätigte die Dreharbeiten, betonte jedoch, das Ziel sei keine Respektlosigkeit gegenüber Grönland gewesen. Es soll sogar ein Bußgeld verhängt worden sein. Eine Zeugin beschrieb das Geschehen als ziemlich chaotisch, wohl auch, weil Schafroth lautstark und ohne Feingefühl agierte; als die Situation eskalierte, packte er schnell seine Sachen. Ob das alles mutwilliger Klamauk war oder einfach schlechtes Timing in einer politisch angespannten Atmosphäre – da gehen die Meinungen auseinander. Tags zuvor hatte Schafroth offenbar schon am Flughafen für Trubel gesorgt, angeblich weil er rief, Donald Trump sei gelandet. Die Menge jubelte aber in Wahrheit einer Kinder-Fußballmannschaft aus Grönland zu. In gewisser Weise skurril – aber bei den Betroffenen bleibt ein schaler Nachgeschmack zurück.
Der Versuch, in Nuuk – Grönlands Hauptstadt – im Rahmen einer Fernsehsatire eine US-Flagge zu hissen, hat Wellen geschlagen. Ei ne Mischung aus Missverständnis, politischem Fingerspitzengefühl und öffentlicher Empörung charakterisiert diese Episode, bei der der deutsche Komiker Maxi Schafroth zum unfreiwilligen Hauptdarsteller wurde. Hinter der Aktion steckt laut Einschätzung diverser Medien eine ironische Kommentierung jüngerer politischer Auseinandersetzungen über Grönlands Souveränität, die allerdings im Land selbst kaum jemanden amüsierte. Mittlerweile wurde gegen Schafroth ein Bußgeld verhängt; die Beteiligten haben sich nachträglich bemüht, den Zwischenfall zu entschärfen. Möglicherweise spielt auch der anhaltende Unmut in Grönland über internationale Eingriffe und Vereinnahmungen (vor allem aus den USA und von China) eine Rolle für die Überreaktion auf solche Satireaktionen. In aktuellen Berichten in großen deutschen Medienportalen wie der ZEIT und der FAZ werden die Debatten um Grönlands Unabhängigkeit, aber auch die Bedrohung durch Einflussversuche von außen, betont – ein weiteres Beispiel, wie schmale Gratwanderungen zwischen Satire und politischer Empfindlichkeit international geworden sind.