Im Kern steht die Sorge, dass die USA im arktischen Raum Probleme antreiben, denen mit reinem Militär nicht begegnet werden kann. Brugger vertritt die Ansicht, dass internationale Militärkooperation wenigstens als Zeichen der Solidarität denkbar ist – aber bitte nicht handstreichartig, sondern nur auf Wunsch Dänemarks. Gleichzeitig werfen aktuelle Recherchen in Medien wie der ZEIT und DW Fragen nach langfristigen geopolitischen Interessen in der Arktis auf: Die Debatte über Grönland wird zunehmend als Paradebeispiel für den globalen Rohstoffwettbewerb gesehen, bei dem China, Russland und die USA um Einfluss ringen, während EU und Nato über passende Antworten ringen. Außerdem unterstreichen neue Berichte, dass eskalierende politische Rhetorik – wie sie Trump an den Tag legt – immer auch wirtschaftliche Folgen haben dürfte, etwa bei LNG-Gaslieferungen und Handelsabkommen. Was Grönland betrifft, spielen neben Souveränitätsfragen auch Umweltschutz und die Wünsche der indigenen Bevölkerung eine größere Rolle als bislang sichtbar. Zusammengefasst: Geopolitik, Diplomatie und das leise Donnergrollen einer möglichen Aufrüstung vermischen sich hier mit langen Schatten der Vergangenheit und einer gewissen Ratlosigkeit vieler europäischer Akteure.
heute 00:02 Uhr