Grüne holen in Umfrage auf – CDU führt nur noch knapp in Baden-Württemberg

Wenige Tage vor der Landtagswahl sieht eine frische Umfrage die CDU zwar vorn – aber die Grünen schmelzen den Vorsprung im Südwesten drastisch ab.

heute 15:00 Uhr | 8 mal gelesen

Noch gut zwei Wochen: Die Uhr tickt Richtung Landtagswahl in Baden-Württemberg. Laut neuester Insa-Umfrage für die 'Bild' trennen CDU und Grüne mittlerweile gerade einmal sechs Prozentpunkte. Die CDU liegt bei 28 Prozent, doch die Grünen bei starken 22 Prozent – ein denkbar knappes Rennen, besonders angesichts der Dynamik. SPD und FDP hängen spürbar hinterher (10 % bzw. 6 %), während die AfD bemerkenswerte 20 Prozent erreicht – das ist für viele, mich eingeschlossen, durchaus ein Grund, die Stirn zu runzeln. Die Linke schafft 7 Prozent, was (ganz ehrlich) für Westen gar nicht mal schlecht ist. Das Bündnis Sahra Wagenknecht steht momentan bei 3 Prozent, alle anderen Parteien zusammen bringen es auf 4 Prozent. Gut zu wissen: Die Grundlage dieses Stimmungsbilds bilden 1.000 Menschen, befragt zwischen 17. und 23. Februar – also noch ziemlich aktuell, aber in manchen Ohren vielleicht etwas zu elektronisch, da komplett online erhoben. Kurzer Zwischenruf: Solch offene Verhältnisse gab es im Südwesten nicht oft. Da schwingt bei jedem Wahlkampfauftakt ein kleines bisschen Neugier mit – ob der Trend hält? Oder blinzeln wir bald verblüfft auf ganz andere Zahlen? Aber wer weiß.

Zwei Wochen vor der Landtagswahl rückt das Rennen in Baden-Württemberg zusammen: Die CDU bleibt mit 28 Prozent vorne, doch die Grünen haben in den letzten Tagen in den Umfragen aufgeholt und liegen nur noch sechs Punkte dahinter. Die AfD kann laut aktuellen Zahlen mit 20 Prozent rechnen, gefolgt von der SPD mit 10 Prozent sowie der FDP mit 6 Prozent – diese muss damit bangen, überhaupt wieder in den Landtag zurückzukehren. Interessant daran: Die Linke schafft es erstmals mit 7 Prozent in die Nähe der Mandatsgrenze, während das neue Bündnis Sahra Wagenknecht sich mit 3 Prozent begnügen muss. Im Vergleich zu früheren Jahren ist der Konkurrenzdruck gerade zwischen CDU und Grünen so hoch wie lange nicht. Seit Beginn des Wahlkampfes greifen beide Parteien verstärkt auf Themen wie Klimapolitik, Energie und soziale Ausgewogenheit zurück. In den letzten Tagen rückte besonders der Umgang mit rechtsextremen Tendenzen im Süden stärker in den Fokus der Debatte, beispielsweise nach einem Vorfall mit AfD-Anhängern in Freiburg. Gleichzeitig wird in den Medien betont, wie eng die Wahl diesmal ausgehen könnte und dass sie als Stimmungstest für bundesweite politische Verschiebungen gilt. (Daten ergänzt durch aktuelle Berichte von Süddeutsche, FAZ und Zeit Online, Stand 29. Februar 2024)

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