Franziska Brantner, prominente Stimme der Grünen, strebt eine europäische Sicherheitsarchitektur mit eigenem nuklearen Abschreckungspotenzial an – und stellt sich damit auch offen gegen parteiinterne Vorbehalte. Sie sieht die Zeit gekommen, nicht länger auf den (einst fast selbstverständlich wirkenden) atomaren Schutz der USA zu vertrauen, sondern eine evolutionäre Weiterentwicklung echter europäischer Verteidigungspartnerschaften zu wagen. Neben Frankreich und Großbritannien könnten sich weitere Willige dieser Sicherheitsarchitektur anschließen; dabei ist Brantner überzeugt, dass Deutschlands Beitrag primär im Bereich der konventionellen Streitkräfte liegen sollte. Neueren Medienberichten zufolge wächst das Unbehagen in Berlin und anderen EU-Hauptstädten über die strategische Unberechenbarkeit Amerikas; gleichzeitig intensivieren Paris und London ihre nuklearpolitischen Signale an Brüssel, um eine glaubhafte Abschreckung gegen Bedrohungen wie Russland und andere geopolitische Risiken zu forcieren. Experten merken allerdings an, dass tatsächliche Fortschritte durch politische Grabenkämpfe und die unterschiedlichen Vorstellungen zum Einsatz von Atomwaffen ausgebremst werden; auch innerdeutsche Debatten zwischen Abrüstungs-Idealismus und sicherheitspolitischem Pragmatismus bleiben ein Stolperstein. In vielen Kommentaren wird hervorgehoben, wie außergewöhnlich es ist, dass eine führende Grünen-Politikerin offen die Notwendigkeit von Atomwaffen diskutiert – ein Vorgang, der das gesamte politische Klima in puncto Verteidigung und Abrüstung in Deutschland spürbar verlagern könnte.
vor 38 Minuten