Hannover 96 schlägt Paderborn – Schalke lässt Punkte liegen

Hannover überrascht den Tabellenführer Paderborn auswärts, während Schalke in Münster nicht über ein 0:0 hinauskommt: Der 13. Spieltag der 2. Bundesliga hielt einige Wendungen bereit.

22.11.25 15:09 Uhr | 73 mal gelesen

Manchmal bringen selbst vermeintlich ausrechenbare Spiele ihre ganz eigenen Geschichten mit. Hannover 96 reiste nach Ostwestfalen, offen gestanden wohl nicht als Favorit – doch schon in den ersten Minuten zeichnete sich ab, dass die Gäste etwas vorhatten. Ihr Angriffsspiel: erstaunlich direkt, fast kompromisslos. Paderborn wirkte ein wenig, als hätten sie verschlafen, Benjamin Källman nutzte das gnadenlos, schnürte seinen Doppelpack noch vor der Pause. Und wie so oft, wenn du oben stehst, verlierst du trotzdem nicht gleich die Tabellenführung. Nicht zuletzt, weil Schalke sich in Münster schwer tat. Einige imaginäre Chancen auf beiden Seiten, Gefühle von "da geht doch vielleicht heute was?" – am Ende aber nur ein torloses Remis. Kleine Anekdote: Preußens Torwart Schenk holte sich wegen einer Notbremse Rot ab, und trotzdem kamen die Gäste mit der numerischen Überzahl kaum zurecht. Schalke bleibt weiter ein Rätsel zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Apropos Rätsel: Magdeburgs verzweifelte Jagd nach dem Glück fand in Düsseldorf wieder ihr talmüdiges Echo. Im Offensivspiel durchaus robust, doch wie verhext vor dem Tor. Cedric Itten brachte Fortuna in Führung, und als Magdeburg endlich per Hercher traf, dachte man kurz an die Trendwende. Dann knipste wieder Itten – der Schlusspunkt, typisch für einen gebrauchten Tag. Irgendwie hat das alles einen ganz eigenen Charme am grauen Novembernachmittag.

Die 2. Bundesliga hat an diesem Wochenende einige verschlungene Geschichten geschrieben: Hannover 96 überraschte Paderborn mit einem souveränen Auswärtssieg, bleibt aber hinter dem SCP, der trotz Pleite weiter vorne steht. Schalke 04 hingegen scheiterte in Überzahl an Preußen Münster, was die eigenen Aufstiegsambitionen merklich dämpft. Auffällig bleibt Magdeburgs Unvermögen, Torchancen in Gewicht zu verwandeln – Düsseldorf profitierte davon in einem knappen Duell. Ergänzend zeigen aktuelle Analysen, dass die Liga dieses Jahr extrem eng ist und vermeintlich sichere Favoriten regelmäßig straucheln. Laut einer Untersuchung von taz.de hinken ehemalige Bundesligisten ihren Erwartungen auch deshalb hinterher, weil der Kaderumbruch vieler Traditionsvereine noch nicht abgeschlossen ist, was zu Formschwankungen führt. Ein Kommentar bei sueddeutsche.de beleuchtet das zunehmende Niveaugefälle zwischen Top und Keller der Tabelle, das vor allem bei den direkten Aufeinandertreffen sichtbar wird.

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