Manchmal hängt das Schicksal an wenigen Minuten und – na ja – am nur halboffenen Schuhband. Am vorletzten Bundesliga-Spieltag stemmt sich der 1. FC Heidenheim noch einmal gegen das drohende Aus und gewinnt mit 3:1 beim 1. FC Köln. Das war ziemlich knapp: Bei einer Pleite wäre der Abstieg schon besiegelt gewesen. Jetzt gibt es immerhin noch einen Funken Hoffnung auf den Relegationsrang.
Schon kurz nach dem Anpfiff rappelt Jan Schöppner den ersten Treffer für Heidenheim rein. Nach einer Bilderbuchflanke von Arijon Ibrahimovic braucht er nur noch den Kopf hinzuhalten – ganz klassisch. Aber Köln – so schnell geben die auch nicht auf. Keine zwei Minuten später trifft Bülter auf Vorlage von Krauss für die Gastgeber – plötzlich wieder alles offen. Danach passiert das, was in so einem Spiel immer passiert: Hektik, kleine Fehler, seltene Genialitäten. Einer dieser Momente bringt Heidenheim zurück nach vorn. Ibrahimovic stochert den Ball Richtung Tor, Lund will klären, haut ihn aber unglücklich ins eigene Netz. 2:1 zur Pause, Köln wirkt kurz konsterniert.
Nach dem Seitenwechsel das übliche Zittern – Köln läuft an, Heidenheim steht tief. In der 72. Minute sorgt Schöppner mit seinem zweiten Tor für kollektives Aufatmen bei den Gästen. Keine Schönspielerei mehr, aber es reicht. Danach nur noch Schadensbegrenzung und Zeit schinden. Köln, ohnehin schon gerettet, findet keinen Weg mehr vorbei an der entschlossenen Defensive der Gäste.
Jetzt heißt es für Heidenheim: alles auf Sieg im letzten Spiel gegen Mainz, denen vermutlich auch das Wasser bis zum Hals steht. Und sie müssen nach Wolfsburg und St. Pauli schielen – die direkten Konkurrenten. Ein Unentschieden dort könnte für beide das Aus bedeuten, sofern Heidenheim sein Spiel gewinnt. Das Torverhältnis könnte am Ende sogar das Zünglein an der Waage sein – schön für Statistiker, brutal für die Nerven.
Heidenheim bleibt dank des Sieges beim 1. FC Köln im Rennen um den Relegationsplatz der Bundesliga. Der Erfolg beruhte insbesondere auf einer konzentrierten Abwehrleistung und den beiden Treffern von Jan Schöppner, während Köln – bereits gerettet – wenig Gegenwehr leisten konnte. Für Heidenheim entscheidet sich am letzten Spieltag gegen Mainz das Schicksal: Ein Sieg ist Pflicht, zugleich hängt alles von der Begegnung Wolfsburg gegen St. Pauli und dem Torverhältnis ab. Neueste Recherchen zeigen zudem, dass die Stimmung in der Heidenheimer Mannschaft angesichts des letzten Spieltags zwischen Anspannung und Aufbruch schwankt. Laut aktuellen Berichten aus der regionalen Presse hat Trainer Frank Schmidt die Mannschaft auf ein "Endspiel" eingeschworen. Auch Mainz 05 steht stark unter Druck, weil ein Punktverlust ebenfalls den Abstieg bedeuten könnte. Die Bundesliga erlebt damit ein Herzschlag-Finale im Abstiegskampf, begleitet von Unsicherheiten und Gerüchten um potenzielle Trainerwechsel in betroffenen Vereinen.