Thalia will mit bis zu 150 Spielwaren-Geschäften durchstarten

Die Buchhandelskette Thalia schielt auf einen kräftigen Ausbau ihres Spielwarengeschäfts – Vorstandschef Kretzschmar hat offenbar große Pläne.

heute 16:27 Uhr | 1 mal gelesen

Laut Ingo Kretzschmar, dem Chef von Thalia, steckt in der Welt der Spielwaren ordentlich Musik – rund 150 Läden könnte er sich langfristig vorstellen, hat er gegenüber dem 'Handelsblatt' verraten. Im Idealfall würde damit der Spielwarenbereich satte 18 Prozent zum Gesamtumsatz von Thalia beitragen – da schwebt ein Umsatz von rund 400 Millionen Euro im Raum. Aktuell gehören bereits 40 Filialen dazu, viele davon kennt man noch als Krömer und Toysino. Perspektivisch läuft das Ganze künftig unter dem Namen 'Spielzeit'; einzige Ausnahme: das Traditions-Kinderkaufhaus Mukk in Münster, das weiterhin sein bewährtes Schild behält. Kretzschmar sinniert schon darüber, ob nicht noch in weiteren Städten ein solcher Riesenladen für Kindergedöns lohnend wäre – zehn bis fünfzehn Standorte schließt er dabei nicht aus. Das neue Terrain scheint sich für Thalia auszuzahlen: Den Zahlen zufolge bringen die ersten Läden deutlich mehr Umsatz als bisher – kein Wunder, es steckt jetzt mehr Personal und individuelle Beratung drin. 'Gerade beim Thema Spielwaren', so Kretzschmar, 'ist echtes Ausprobieren und der Austausch besonders wichtig.' Klingt fast ein bisschen wie in einer nostalgisch angehauchten Spielwarenabteilung der 90er Jahre. Aber Vorsicht: Bis alles läuft, heißt es erstmal investieren – Geduld, Begeisterung und ein quäntchen Fingerspitzengefühl werden gefragt sein.

Thalia streckt seine Fühler richtig ernsthaft in Richtung Spielwarengeschäft aus: Vorstandschef Kretzschmar sieht enormes Potenzial und will die Zahl der Filialen auf bis zu 150 ausbauen, mit einem möglichen Umsatz von 400 Millionen Euro. Der bisherige Praxistest läuft gut – mehr Personal und beratungsstärkere Teams sorgen für bessere Umsätze in den übernommenen Standorten. Interessant ist auch, dass Thalia mit dem Kinderkaufhaus Mukk eine etablierte Ausnahme markiert und abwägt, ob solche größeren Häuser auch andernorts funktionieren – einen Hype à la Smyths Toys, aber auf Thalia-Art halt. Ergänzt: Laut aktuellen Recherchen verschärft sich der Wettbewerb in der Spielwarenbranche: So berichtet die "Süddeutsche" über das anhaltende Wachstum des Online-Spielzeughandels und einen allgemeinen Trend zu Beratung und Haptik im Handel (Stand 2024). Besonders vor Weihnachten investieren viele Händler massiv in Erlebnis-Shopping und Fachpersonal, um mit dem stationären Einzelhandel gegen Onlineriesen zu bestehen. Gleichzeitig merkt das "Handelsblatt" an, dass viele Ketten Expansionsschritte zögerlicher planen, Thalia aber offenbar mutiger vorangeht und mit flexiblen Shopkonzepten und Eigenmarken punkten will.

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