Heveling wohl als neuer Präsident des Bundesrechnungshofes vorgesehen

Die CDU/CSU und SPD scheinen sich auf Ansgar Heveling als nächsten Chef des Bundesrechnungshofes verständigt zu haben – ein erfahrener Jurist aus Nordrhein-Westfalen soll künftig die finanziellen Fäden der Republik kritisch prüfen.

heute 16:03 Uhr | 4 mal gelesen

Es klingt fast wie ein politischer Staffellauf: Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender der Union, hat laut 'Tagesspiegel' am Dienstagnachmittag die Neuigkeit verbreitet – Ansgar Heveling, bislang als Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bekannt, soll neuer Präsident des Bundesrechnungshofes werden. Heveling, kein Unbekannter, bringt schon seit 2018 Erfahrung als juristischer Berater der Fraktion mit. Immer wieder wird betont, wie wichtig hier 'richterliche Unabhängigkeit' sei – und genau das, so die Fraktionsspitzen, verkörpere Heveling. Ein Funken Bürokratendeutsch klingt aus dem Statement: Mit seinem Verständnis für diese Art der Arbeit sei Heveling „prädestiniert“ – auch wenn solche Lobeshymnen aus der eigenen „Riege“ oft mit Vorsicht zu genießen sind. Immerhin: Die SPD ist angeblich bereits an Bord, grünes Licht also aus der Koalition. Falls alles wie geplant läuft, findet die Wahl im Bundestag gleich Anfang Mai statt. Wer danach aber die neue Justiziarin oder den neuen Justiziar der Union gibt, bleibt nach Stand jetzt noch offen. Irgendwie typisch für politische Personalrochaden: Kaum ist eine Frage (halbwegs) beantwortet, stehen schon die nächsten im Raum.

Ansgar Heveling, erfahrener Jurist und CDU-Bundestagsabgeordneter aus Nordrhein-Westfalen, steht kurz davor, als Präsident an die Spitze des Bundesrechnungshofes gewählt zu werden. Die Entscheidung, die von der CDU/CSU-Fraktionsführung stark befürwortet wird, scheint auch bei der SPD auf grünes Licht zu stoßen, was auf eine reibungslose Wahl Anfang Mai hindeutet. Der Bundesrechnungshof, eine Schlüsselinstitution für Haushaltskontrolle und finanzielle Transparenz im deutschen Staatswesen, hat in Zeiten zunehmender Haushaltsengpässe eine besonders zentrale Rolle – immer wieder mahnt er zu Effizienz und Sparsamkeit bei den Ausgaben der Regierung. Laut mehreren Berichten steigen damit auch die Erwartungen an Heveling, nicht nur als Verwalter, sondern als mahnende Instanz mit Rückgrat zu agieren und etwaige Missstände konsequent offenzulegen. Im aktuellen politischen Klima rücken Transparenz und kritische Finanzaufsicht ins Zentrum öffentlicher Debatten – in Anbetracht der fortlaufenden Haushaltsdebatten, beispielsweise über das Sondervermögen für die Bundeswehr oder Mittel für Klimaschutz, wird die Arbeit des Bundesrechnungshofs zunehmend politisch aufgeladen betrachtet.

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