Holy Days: Promis auf Spurensuche zu den Wurzeln religiöser Feiertage

Leipzig – Weshalb begehen wir eigentlich Ostern? Was macht Weihnachten oder Himmelfahrt aus? Die frische ARD-Doku-Reihe „Holy Days“ (angeführt vom MDR) will diese Fragen mit einer gehörigen Portion Neugier und augenzwinkerndem Charme nachgehen. Am 5. April, Ostersonntag, startet das Format mit „Oliver Mommsen und das Rätsel Ostern“ um 15:30 Uhr im Ersten.

heute 14:36 Uhr | 1 mal gelesen

Die Serie „Holy Days“ will modernen Schwung in altehrwürdige Festtage bringen und diese verständlich, witzig und trotzdem tiefgründig erzählen. In jeder Folge werden bekannte Gesichter von Gastgeber Gabriel Engel (alias Nicolai Tegeler) zu Menschen gebracht, für die Feste wie Ostern, Pfingsten oder Weihnachten echte Herzensangelegenheit sind. Was dabei herauskommt? Promis tauchen in Bräuche ein, üben regionale Eigenheiten aus und begegnen leidenschaftlichen Feiernden – manchmal in Kirchen, manchmal tatsächlich einfach am Küchentisch. Das Besondere: Nicht nur echte Reisen zu ungewöhnlichen Orten und Traditionen stehen auf dem Plan, sondern auch fantasievolle Zeitreisen mittels KI-befeuerter Visualisierungen. Engel bleibt dabei immer der neugierige Erklärbär im Hintergrund, der seine prominenten Begleiter mal zum Staunen, mal zum Lachen bringt. Und ganz ehrlich – der Mix aus bunten Eindrücken und ehrlichen Gesprächen bringt überraschend viel Tiefgang und lässt auch manchen Zuschauer das eigene Verhältnis zu Fest- und Feiertagen hinterfragen. Die Reise zum Osterfest eröffnet Schauspieler Oliver Mommsen, der bislang mit Ostern vor allem Schokohasen verbinden konnte. Zusammen mit Gabriel Engel führt der Trip quer durchs Land: Von der traditionellen Osterhasenwerkstatt in der Lausitz bis zum Milchkannen-Böllern, von Osterfans bis zur Zeitreise ins Jerusalem der Antike. Am Ende steht aber nicht nur Wissen, sondern auch eine Neubewertung: Gemeinschaft, Hoffnung und Liebe werden als Werte wieder spürbar – jenseits religiöser Dogmatik. Und wie bei jeder guten Serie folgt die Fortsetzung: Am 14. Mai erkundet Evelyn Burdecki das Geheimnis von Himmelfahrt, am 24. Mai wirft Guido Cantz einen neuen Blick auf Pfingsten. Wer Weihnachten übernimmt, bleibt noch ein kleines gut gehütetes Rätsel. „Holy Days“ ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer ARD-Anstalten und wird von Dokness für den MDR produziert. Kontakt für Nachfragen: MDR, Kommunikations- und Mediendesk, Tel. (0341) 3 00 64 55, E-Mail: kommunikation-desk@mdr.de.

Die ARD wagt mit „Holy Days“ eine frische, etwas verspielte Annäherung an wichtige religiöse Feiertage des Christentums. Statt schwerfälliger Erklärstücke gibt’s echte Begegnungen: Prominente schlagen Brücken zwischen alten Traditionen und heutiger Lebenswelt, begegnen dabei echten Originalen und erleben, wie gemeinschaftsstiftend Feiertage auch heute noch sein können. Viele Deutsche sind laut aktueller Umfragen unsicher, wofür genau Feiertage wie Himmelfahrt oder Pfingsten stehen – durch das Format öffnet sich ein einfacher Zugang, bei dem auch Skepsis und humorvolle Distanz ihren Platz haben. Was sonst dazu auffällt: Der Trend, Religion in Deutschland neu zu erzählen oder popkulturell zu verpacken, ist längst kein Einzelfall mehr. Jüngst haben auch Streaminganbieter und YouTube-Kanäle eigene Formate zu Sinnfragen, Ritualen und Spiritualität gestartet, meist mit starkem Fokus auf persönliche Erfahrungen statt reinen Fakten. Laut 'Der Spiegel' ist gerade unter 30-Jährigen das Bedürfnis nach authentischer Religiosität, aber auch Kritik an verstaubten Institutionen deutlich gewachsen. Während die Kirchen Mitglieder verlieren, wächst offenbar gleichzeitig eine Offenheit, Feste neu und individuell zu interpretieren.

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