Immobilienkredite nehmen kräftig Fahrt auf – Pfandbriefbanken melden Plus

Die Vergabe von Immobilienkrediten erlebt aktuell einen deutlichen Aufschwung – insbesondere bei Wohnobjekten und Handel.

heute 09:54 Uhr | 3 mal gelesen

Wenn man einen Blick auf die aktuellen Zahlen der deutschen Pfandbriefbanken wirft, kommt man nicht umhin, das spürbare Wachstum im Immobilienfinanzierungsgeschäft zu bemerken. Im ersten Halbjahr 2026 haben die beteiligten Institute Darlehen im Wert von insgesamt 80,4 Milliarden Euro vergeben – das entspricht einem Anstieg von 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Den Löwenanteil machen nach wie vor Wohnimmobiliendarlehen aus: Sie schlugen mit 50,1 Milliarden Euro zu Buche, immerhin 5,3 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, wie der Verband am vergangenen Montag bekanntgab. Erstaunlich ist, dass die Finanzierungen für Handelsimmobilien beinahe sprunghaft um 40,6 Prozent anstiegen und so 9 Milliarden Euro erreichten. Das Segment Gewerbeimmobilien insgesamt wuchs auf 30,3 Milliarden, mit einem Plus von 14,3 Prozent. Büroimmobilien und Hotels legten ebenfalls zu – nur ausgerechnet bei Industriegebäuden sowie sonstigen gewerblichen Objekten gab es einen Dämpfer: Dort sank die Nachfrage deutlich. Jens Tolckmitt, der das Tagesgeschäft beim Verband deutscher Pfandbriefbanken verantwortet, sieht trotz dieses Aufschwungs immer noch eine Zurückhaltung gegenüber den Boom-Jahren frühere Zinslandschaften. Er rechnet auch fürs zweite Halbjahr nur mit moderatem Wachstum. Tolckmitt nutzte die Gelegenheit für einen politischen Appell, sich stärker um die Förderung von Wohneigentum zu bemühen. Sein Argument: Wer in die eigenen vier Wände investiert, sorgt am effektivsten fürs Alter vor. Eine niedrigere Grunderwerbssteuer für Selbstnutzer könnte außerdem den Wohnungsmarkt entspannen.

Die Lage auf dem Markt für Immobilienfinanzierungen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 bemerkenswert dynamisch: Mit 80,4 Milliarden Euro an vergebenen Darlehen hat die Branche einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Während sowohl der Privat- als auch der Gewerbesektor in die Höhe gegangen sind, bleibt die Kreditvergabe für Industrieimmobilien weiter verhalten. Besonders bemerkenswert ist der Zuwachs im Bereich Handelsimmobilien, was womöglich auf strategische Investitionen in Einzelhandelsflächen zurückzuführen ist. Neuere Berichte aus einschlägigen Medien bestätigen diese Trends: Laut der „FAZ“ geben Expertinnen und Experten zu bedenken, dass trotz gestiegener Kreditnachfrage die Unsicherheiten über Zinsen und Baukosten anhalten – viele Käufer setzen daher vermehrt auf Sicherheit und suchen langfristige Festzinsdarlehen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die politische Debatte um Grunderwerbsteuer und staatliche Förderprogramme inzwischen wieder Fahrt aufgenommen hat. Gleichzeitig zeigen Analysen der „Süddeutschen Zeitung“, dass besonders junge Familien und Erstkäufer nach wie vor erhebliche Hürden beim Kauf von Wohneigentum erleben – nicht zuletzt wegen hoher Nebenkosten und strenger Bonitätsprüfungen.

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