Familienunternehmen. Das klingt manchmal ein bisschen altmodisch, aber eigentlich sind es diese Betriebe, die die niederösterreichische Wirtschaft am Laufen halten – das unterstrich Mikl-Leitner bei ihrem Besuch deutlich. Ohne solche Firmen, so ihre Meinung, wäre es vermutlich deutlich ruhiger in der Region, und viele Arbeitsplätze gäbe es schlicht nicht. Die Herbert Eschelmüller Ges.m.b.H. – 70 Menschen arbeiten dort, ein beachtlicher Personalstamm für einen Ort wie Litschau – ist so ein kleiner Alleskönner im Dach- und Holzbau: Zimmerei, Spenglerei, Dachdecken, sogar Flachdach und Objektbau werden hier unter einem Dach geboten (Wortspiel – nicht beabsichtigt, aber passend). Claudia Eschelmüller, heute in der Verantwortung, betont, dass der Erfolg kein Zufallsprodukt, sondern Ergebnis von Einsatz und Durchhaltevermögen sei.
Nicht unwichtig: Die Unterstützung von außen. 2021 hat die NÖ Bürgschaften und Beteiligungen GmbH (NÖBEG) beim Bau einer neuen Zimmereihalle geholfen, jetzt ist ein weiteres Projekt – ein modernes Bürogebäude – auf der gemeinsamen Agenda. Doris Agneter von der NÖBEG betonte beim Rundgang: Ohne gezielte Finanzierungshilfen gehen viele dieser regionalen Vorhaben sang- und klanglos unter. Wenn’s aber klappt, bleibt mehr als nur ein schöner Bau. Es steckt – und das ist mehr als eine Floskel – Zukunft für eine ganze Gemeinde drin. Ach ja, und wer einmal sehen möchte, wie regionale Wertschöpfung konkret aussieht, der sollte bei Betrieben wie diesem wirklich mal einen Blick hinter die Kulissen werfen.
Familienbetriebe wie die Herbert Eschelmüller Ges.m.b.H. verdeutlichen, wie entscheidend regional verankerte Unternehmen für Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze im ländlichen Raum sind. Der jüngste Besuch von Landeshauptfrau Mikl-Leitner betont die Notwendigkeit gezielter Investitionen – vor allem in Zeiten, in denen kleine und mittlere Unternehmen nicht nur mit Inflation, Energiepreisen und Nachwirkungen der Pandemie kämpfen, sondern auch den zunehmenden Fachkräftemangel spüren. Angesichts aktueller wirtschaftlicher Unsicherheiten in ganz Europa setzen viele Regionen auf solche Modelle: gezielte Förderprogramme der Länder, stärkere Zusammenarbeit mit Bürgschaftsbanken und ein Fokus auf nachhaltiges, regionales Wirtschaften stärken nicht nur Unternehmen, sondern auch den sozialen Zusammenhalt; Tendenz: steigend. In den letzten 48 Stunden berichtete beispielsweise die "FAZ" über die wachsende Bedeutung mittelständischer Unternehmen für die Krisenresilienz regionaler Ökonomien (Quelle: FAZ). Die "Süddeutsche Zeitung" richtete den Blick auf Maßnahmen zur Bindung und Qualifizierung von Fachkräften in kleineren Betrieben (Quelle: Süddeutsche Zeitung). "Der Spiegel" beleuchtete die Herausforderungen und Chancen bei Generationswechseln in Traditionsunternehmen und die Rolle öffentlicher Förderungen dabei (Quelle: Spiegel).