Ipsos-Umfrage: Grüne weiter vor SPD, Kanzler Merz rutscht in der Beliebtheit ab

Kurz vor der Sommerpause bleibt das Stimmungsbild stabil, kleine Verschiebungen sorgen jedoch für Gesprächsstoff.

heute 10:48 Uhr | 2 mal gelesen

Was würden wir eigentlich wählen, wenn wir diesen Sonntag zur Urne schlendern müssten? Laut der aktuellen Ipsos-Umfrage – und Hand aufs Herz, es überrascht niemanden – bleibt die AfD mit 27 Prozent (plus einen Punkt) weiter vorne. Die Union sitzt fest bei 23 Prozent, gibt sich betont unaufgeregt. Die Grünen treten auf der Stelle bei 14 Prozent, immer noch leicht vor der SPD (13 Prozent), die offenbar gefühlt im Moment keinen Fuß mehr auf den Boden bekommt. Die Linke ist mit 12 Prozent gar nicht mal so kläglich unterwegs, die FDP hingegen dümpelt nach wie vor bei 4 Prozent, trotz oder gerade wegen Kubicki an der Parteispitze – irgendwie witzig, wie wenig da in Fahrt kommt. Noch schlimmer geht’s den BSW-Leuten (3 Prozent), die längst den Fuß nicht in die Tür bekommen. Alle anderen Parteien zusammen dümpeln bei 4 Prozent. Was auffällt (oder erschreckt, je nach Lesart): Die Zahl der Zufriedenen mit Bundeskanzler Merz schrumpft um drei Zähler auf 15 Prozent. Irgendwie wenig, oder? Die große Koalition aus CDU/CSU und SPD bewegt sich immerhin nicht weiter zurück, bleibt mit 17 Prozent Zustimmung aber bestenfalls auf dem Stand einer mittelgroßen Kneipengruppe. Ipsos hat 1.000 Menschen befragt, schön über alle Regionen und Lebenslagen verteilt. Aber Hand aufs Herz: Große Überraschungen bleiben aus – die politische Wetterlage auf Durchzug.

Die AfD behauptet ihre Position als stärkste Kraft mit leichtem Zuwachs laut Ipsos-Umfrage, während Union, Grüne und SPD auf ihren Vorjahresständen verharren; das Vertrauen in Kanzler Merz sinkt weiter auf 15 %. Auch die Bundesregierung mit CDU/CSU und SPD bleibt mit 17 % Zustimmung auf niedrigem Niveau. Zusätzlich zu den genannten Zahlen bewegt sich die allgemeine Stimmung in Deutschland zwischen Skepsis und Resignation, was auch von anderen aktuellen Umfragen bestätigt wird – bei Allensbach etwa zeigt sich, dass viele Bürger eine erhöhte politische Unzufriedenheit empfinden, insbesondere in Ostdeutschland. Die Debatten um Migration, Wirtschaftslage und das außenpolitische Auftreten der Bundesregierung verstärken laut Berichten von Zeit und SZ das Bild der Distanz zwischen Parteien und Bevölkerung. Ein weiteres auffälliges Detail ist der Abstand zwischen Sonntagsfrage und tatsächlichem Wahlverhalten, was Experten in den Medien kritisch begleiten und teilweise dramatische politische Verwerfungen vorhersehen lassen.

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