Freitagmorgen, und die Meldung ging beinahe unter: Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi gab offiziell bekannt, dass die seit Wochen andauernde Blockade der Straße von Hormus vorerst nicht weiter aufrechterhalten wird. Die See-Route, vital für den internationalen Handel, ist vorübergehend freigegeben – aber nur solange, wie der Libanon-Waffenstillstand besteht und innerhalb der von Irans Hafenbehörde festgelegten Korridore. Das Statement, auf X veröffentlicht, klingt fast nüchtern. Bemerkenswert aber ist das Timing: Erst gestern hatte US-Präsident Trump überraschend eine Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon für zehn Tage verkündet; seit Freitag nun gilt sie. Gleichzeitig behauptet das US-Militär weiterhin, die Meerenge selbst zu überwachen oder zu blockieren – die Details bleiben wie so oft im Zwielicht. Erinnert sei daran, dass Araghtschi im Frühling ein Ende der israelischen Offensiven in Libanon zur Hauptbedingung für einen Deal mit den USA gemacht hatte. Damals auf X ließ er wenig Interpretationsspielraum: Entweder Frieden oder weiterer Konflikt, irgendwas dazwischen geht nicht. Es bleibt offen, ob das mehr als nur Taktik ist – immerhin ist die Welt Zeugin, wie die Fronten Kompromissfähigkeit simulieren.
Der Iran setzt seine Blockade der Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seepassagen für den globalen Ölhandel, vorläufig aus, nachdem kürzlich ein Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon verkündet wurde. Dies stellt ein seltenes Signal der Deeskalation in einer sonst hoch angespannten Nahostregion dar, zumal sowohl der Iran als auch die USA die Passage jeweils aus unterschiedlichen Gründen kontrollieren oder beobachten wollen. Jüngste Medienberichte heben hervor, dass diplomatische Kanäle zwischen Washington und Teheran derzeit ungewöhnlich aktiv sind und Experten die Lockerung der Blockade als möglichen Testballon für weitergehende Verhandlungen sehen. Nach neuen Informationen (u.a. aus Süddeutscher Zeitung, Spiegel, DW, FAZ und Zeit) bleibt die Lage jedoch fragil: Die vereinbarte Waffenruhe steht auf tönernen Füßen, während gleichzeitig iransicher und US-amerikanischer Einfluss im Persischen Golf auf eine neue Probe gestellt werden. Erst gestern meldeten taz und FAZ, dass einige EU-Staaten besondere Besorgnis über die Sicherheit der Handelsrouten äußern und eigene Marineeinheiten in Alarmbereitschaft versetzen.