Iran richtet Drohungen gezielt gegen Urlaubsziele – US- und israelische Militärs als Ziel erklärt

Irans Militär droht, künftig auch Urlaubende und Funktionäre der USA und Israels weltweit in touristischen Regionen ins Visier zu nehmen – selbst an vermeintlich sicheren Orten könnte das neue Gefahren bringen.

heute 14:09 Uhr | 2 mal gelesen

Freitagabend, irgendwo zwischen Alltag und politischer Eskalation: Ein Sprecher der iranischen Streitkräfte tritt im Staatsfernsehen auf und legt nach. Die neue Linie klingt, um ehrlich zu sein, fast wie eine Szene aus einem düsteren Thriller. Man spricht nicht mehr nur von klassischen Rivalen, sondern explizit von Beamten, Offizieren, Piloten und – wörtlich – „bösartigen Soldaten“. Die Kernaussage: Wenn ihr euch erholen wollt, am Strand spaziert oder Cocktails in Ferienclubs kippt – Rechnet lieber nicht mit Sicherheit. Laut dem Sprecher sind Urlaubsorte, Promenaden und sogar Freizeitclubs künftig „nicht mehr sicher“ für bestimmte Personen aus den USA und Israel. Na gut, da fragt man sich als Normalbürger: Wie weit reichen eigentlich Irans Nachforschungen? Anlass der martialischen Ankündigung war übrigens die Beerdigung des von Israel getöteten Geheimdienstchefs Esmail Khatib und seiner Familie in Teheran. Das wirft die Frage auf, ob der Iran damit militärische Logik oder eher Abschreckung betreibt. Jedenfalls, so scheint es, tritt die Diplomatie in den Hintergrund, zumindest vorerst.

Irans jüngste Drohungen, US-amerikanische und israelische Offizielle selbst an Urlaubsorten anzugreifen, markieren eine neue Eskalationsstufe im verdeckten Konflikt zwischen Teheran und den westlichen Staaten. Angestoßen durch die Beerdigung des am 28. Juni getöteten iranischen Geheimdienstchefs Esmail Khatib, möchte die Führung offenbar Stärke demonstrieren und an jene eine Warnung aussenden, die sich bislang außerhalb von Kriegs- oder Krisengebieten sicher wähnten. Mit der Ausweitung der Bedrohung auf touristische und zivile Locations werden jedoch neue ethische und sicherheitspolitische Grenzlinien überschritten – das besorgt nicht nur westliche Beobachter, sondern auch Teile der eigenen Gesellschaft, wie Stimmen aus dem Reformlager andeuten. Weitere Recherchen zeigen, dass die internationale Resonanz teils alarmiert, teils fassungslos ausfällt: Während der US-Außenminister die Drohungen ‚ernst‘ nehme, warnen Sicherheitsexperten vor einer potenziellen neuen Dimension asymmetrischer Konflikte. Auch im Netz mehren sich Stimmen, die vor möglicher Stimmungsmache oder Eskalation mahnen. Die mediale Debatte schwankt zwischen Empörung, Unbehagen und nüchternen Analysen möglichen iranischen Strategiewandels.

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