Die Debatte um die Rückkehr zur Wehrpflicht in Deutschland gewinnt an Vehemenz, nachdem die Junge Union der CDU eine klare Frist gesetzt hat: Versäume es die Bundeswehr, mithilfe freiwilliger Rekrutierung bis 2026 genügend Soldaten ins Boot zu holen, soll ab Juli 2027 die Wehrpflicht zurückkehren. Der politische Druck speist sich nicht aus Zufall: In ganz Europa nehmen sicherheitspolitische Spannungen zu, und diverse Unionspolitiker sehen eine große Lücke, was die militärische Schlagkraft betrifft. Inzwischen läuft auch eine größere öffentliche Diskussion – nicht nur über Zahlen, sondern über grundsätzliche Fragen: Wer trägt Verantwortung für die Verteidigung, und was darf man den jungen Generationen wirklich zumuten? Zusätzlich zeigen aktuelle Berichte, dass das Verteidigungsministerium Schwierigkeiten hat, junge Freiwillige zu gewinnen, während Experten Zweifel äußern, ob ein verpflichtender Wehrdienst tatsächlich die gewünschten Effekte bringt. Auch der gesellschaftliche Rückhalt ist fragil; laut Meinungsumfragen sind die Deutschen durchaus gespalten, wenn es um eine Rückkehr zur Wehrpflicht geht. Das Thema ist also weit mehr als ein parteipolitisches Manöver – es berührt grundlegende Fragen über Sicherheit, Freiheit und Gerechtigkeit in einer turbulenten Zeit.