Zu Beginn war Stuttgart durchaus tonangebend – sie pressten entschlossen, zwangen die Münchner regelmäßig zu Fehlern oder zumindest hektischem Spielaufbau. Klare Möglichkeiten, wie sie das Spiel hätten verändern können, sprangen dabei jedoch kaum heraus. Je ein Fernschuss auf beiden Seiten sorgte mal für kurze Spannung, aber die Torhüter Urbig und Nübel blieben Herr der Lage. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild; die Bayern rissen das Spiel eindeutig an sich. Die Stuttgarter hingegen wirkten wie nach und nach ausgelaugt, fanden offensiv immer seltener statt. Dann, wie aus dem Nichts und mitten im dichten Nebel aus Pyrotechnik, nickte Kane nach einer feinen Flanke von Olise zur Führung ein. Das Tor war irgendwie typisch für so ein Finale – ein kleiner Moment der Unachtsamkeit, schon stand es 1:0. Der Rest war ein Abbild der Münchner Klasse: Kane erhöhte nach einem kraftvollen Zusammenspiel mit Diaz auf 2:0, und in der Nachspielzeit ließ er sich die Möglichkeit vom Punkt nicht nehmen. Handelfmeter gegen Stuttgart – Kane blieb eiskalt. So feierten die Bayern nach langer Pokal-Flaute endlich wieder einen Pokalsieg. Irgendwie verdient, wenn auch mit einem Anflug von Routine.
Bayern München setzt sich im DFB-Pokalfinale mit 3:0 gegen einen anfangs engagierten, später aber enttäuschenden VfB Stuttgart durch und feiert nach sechs Jahren erneut den Pokalsieg. Harry Kane steuerte alle drei Treffer bei und war damit der entscheidende Mann auf dem Platz; insbesondere das Führungstor im Pyro-Nebel wurde zum Symbol für Bayerns wiedererwachtes Selbstbewusstsein auf nationaler Bühne. Für Stuttgart bleibt nach einer mutigen Anfangsphase nur die Erkenntnis, dass Cleverness und Tempo am Ende nicht reichten – die Bayern waren, mal wieder, zu abgezockt und individuell einfach stärker.
Laut aktueller Berichterstattung befinden sich sowohl der FC Bayern als auch Harry Kane nach diesem Finalerfolg im medialen Rampenlicht. Fachmedien heben vor allem die psychologische Bedeutung des Triumphs für Trainer Tuchel und die Mannschaft hervor; außerdem wird Harry Kanes Rolle als Mentalitäts- und Führungsspieler betont. Ein weiteres Thema bleibt die Zukunft der beiden Finalkontrahenten: Während München mit Investitionen und Kaderumbruch plant, muss Stuttgart Schlüsselspieler halten, um auch in der kommenden Saison oben mitzuspielen.