Kanzler Merz mahnt Deutsche zu Zusammenhalt in Zeiten des Wandels

Friedrich Merz (CDU), der amtierende Bundeskanzler, hat die Bürgerinnen und Bürger angesichts großer Veränderungen auf eine schwierige Zeit vorbereitet und ihnen gleichzeitig Mut zugesprochen.

03.10.25 13:49 Uhr | 346 mal gelesen

Beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Saarbrücken betonte Bundeskanzler Friedrich Merz die Bedeutung der aktuellen Umbruchsphase. Deutschland erlebe eine zentrale, vielleicht sogar entscheidende Zeit, sagte Merz, und stellte die Fragen: "Was für ein Land wollen wir sein? Wie behaupten oder erneuern wir unser inneres Gleichgewicht?" Laut Merz verliere die Strahlkraft des Westens an Einfluss, während autokratische Allianzen zunehmend Druck auf demokratische Werte ausüben. Zugleich sei die Weltwirtschaft einem beispiellosen Wandel unterworfen, vergleichbar nur mit den Anfängen der Industrialisierung, weshalb soziale Sicherheiten nicht mehr wie gewohnt garantiert werden könnten. Die Debatte um Migration habe zudem zu einer starken Polarisierung geführt. Trotzdem sei es wichtig, diesen Wandel als Chance zu begreifen und die Verantwortung als Gesellschaft gemeinsam zu übernehmen. Merz plädierte für ein Deutschland, in dem die Bürger selbstbestimmt über die Zukunft entscheiden und der Staat als gemeinschaftliches Projekt verstanden wird.

Friedrich Merz rief in seiner Ansprache zum Tag der Deutschen Einheit dazu auf, den aktuellen Umbruch als Möglichkeit zur Erneuerung zu sehen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Er verwies auf schwindenden internationalen Einfluss, technische und wirtschaftliche Veränderungen sowie gesellschaftliche Spaltung durch Migration. Merz forderte Einigkeit und betonte, dass die demokratische Ausrichtung und Selbstbestimmtheit Deutschlands nur durch das Mitwirken aller Bürger erhalten bleiben könne. Aktuelle Nachrichtenrecherchen zeigen, dass viele Kommentatoren auch die wirtschaftlichen Herausforderungen und den politischen Umbruch thematisieren. Laut SPIEGEL steht Deutschland vor einem wirtschaftlichen Strukturwandel, unter anderem durch eine schwächelnde Industrie und Digitalisierung. Die Süddeutsche Zeitung sieht die Demokratie vor einer Belastungsprobe durch soziale Ungleichheit und politischen Extremismus. Noch dynamischer wird die Lage von der FAZ beschrieben, die insbesondere auf die geopolitischen Risiken und den Einfluss globaler Konflikte auf die deutsche Innenpolitik eingeht.

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