Stoltenberg plädiert für zukünftigen Dialog mit Russland

Ex-NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg betont, dass ein Gespräch mit Russland langfristig unvermeidlich ist.

03.10.25 14:26 Uhr | 297 mal gelesen

Jens Stoltenberg, ehemaliger Generalsekretär der NATO, unterstreicht im Gespräch mit dem 'Stern', dass seit dem Beginn der vollständigen Invasion der Ukraine keine tragfähige Basis für einen Dialog besteht. Gleichzeitig hält er es jedoch für unumgänglich, in Zukunft wieder das Gespräch mit Russland zu suchen, da dieses geografisch und politisch ein dauerhafter Nachbar bleiben wird. Eine erfolgreiche Rückkehr zum Dialog sieht Stoltenberg nur auf dem Fundament militärischer Stärke und glaubwürdiger Abschreckung. Außerdem betont er die Notwendigkeit von Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zur Beendigung des Kriegs. Bezüglich des Friedensnobelpreises äußert er, die norwegische Regierung habe keinen Einfluss auf die Preisvergabe und er sehe kein Konfliktpotenzial gegenüber den USA, falls Trump nicht ausgezeichnet werde.

Jens Stoltenberg hebt hervor, dass der Dialog mit Russland nach dem Angriff auf die Ukraine ausgesetzt wurde, betont jedoch, dass langfristig Gespräche wieder aufgenommen werden sollten, da Russland ein dauerhafter geopolitischer Akteur ist. Über militärische Stärke und glaubwürdige Abschreckung sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, letztlich um einen Friedensschluss im Ukraine-Konflikt zu ermöglichen. Aktuelle Recherchen zeigen, dass in internationalen Beziehungen zunehmend über diplomatische Lösungswege diskutiert wird – etwa setzt sich die NATO aktuell intensiv mit der Frage auseinander, wie eine Balance zwischen Abschreckung und Dialog geschaffen werden kann. Einige Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, bekräftigen in den letzten Tagen ihren Willen, die Kommunikationskanäle nach Russland nicht vollständig abreißen zu lassen. Auf Seiten der NATO wird allerdings weiterhin betont, dass Vertrauen aktuell schwer wiederherzustellen ist und Sicherheitsgarantien im Vordergrund stehen. Diese Gemengelage spiegelt die aktuelle Debatte um die Rolle der Diplomatie und der Bedingungen für einen möglichen Waffenstillstand wider.

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