KI im Betriebsalltag: Warum kaum noch ein Unternehmen daran vorbeikommt

Quer durch die deutsche Wirtschaft zieht KI ihre Kreise – fast überall steht der Einsatz von Künstlicher Intelligenz inzwischen auf der Agenda.

heute 11:58 Uhr | 2 mal gelesen

Interessant, wie rasend schnell sich die Dinge ändern. Gerade erst hatte man noch den Eindruck, KI sei bloß ein Modewort – und schon jetzt, so besagt es eine frische Umfrage des Bitkom-Verbands, hantieren sage und schreibe 41 Prozent der Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitenden aktiv mit künstlicher Intelligenz. Quasi über Nacht wirken die alten Zahlen von vor einem Jahr, damals waren es nur 17 Prozent Nutzende, beinahe wie aus einer anderen Epoche. Was auffällt: Im Klartext bedeutet das, neun von zehn Unternehmen beschäftigen sich, in welcher Form auch immer, mit KI – sei es als konkretes Projekt oder als hitzig diskutiertes Zukunftsthema. Wer schon KI im Betrieb einsetzt, profitiert spürbar: Satte 77 Prozent dieser Firmen fühlen sich im Wettbewerb gestärkt, 52 Prozent verzeichnen messbare Vorteile bei Firmenerfolg und etwa zwei Drittel wollen das Thema noch weiter ausbauen.

Blickt man breiter auf die Digitalisierungsbilanz, klingt das Resümee überwiegend optimistisch – drei Viertel aller Unternehmen sahen Vorteile, 16 Prozent gar gravierende Steigerungen. Andererseits: Euphorie sieht anders aus, zumindest was Deutschlands Vorreiterrolle betrifft. Nur eine Minderheit hält die Bundesrepublik für einen digitalen Spitzenreiter – die meisten wähnen sie eher im breiten Mittelfeld.

Und ein knapper Befund, der wohl manchen nervös macht: Über die Hälfte der Unternehmen kämpft spürbar mit der digitalen Transformation. Gerade einmal 13 Prozent fühlen ihre Existenz von der Digitalisierung bedroht, aber immerhin: Das sind mehr als jemals zuvor. Wettbewerber, die früh den Sprung wagten, sind oft voraus, und aufstrebende Start-ups nagen am Selbstbewusstsein der Traditionsunternehmen. Ganz nebenbei – die Telefonstudie wurde in der zweiten bis sechsten Kalenderwoche 2026 unter rund 600 Unternehmen durchgeführt. Man fragt sich manchmal, ob diese Dynamik so weitergeht – oder schon bald der nächste Umbruch kommt...

Nahezu alle Unternehmen in Deutschland stehen mittlerweile mit Künstlicher Intelligenz (KI) in Kontakt – sei es in der konkreten Anwendung oder mindestens in Diskussionen darüber. Laut einer neuen Bitkom-Studie ist der Anteil der Unternehmen, die tatsächlich schon KI nutzen, innerhalb eines Jahres von 17 auf 41 Prozent gestiegen, und die meisten Unternehmen, die KI einsetzen, berichten von realen Vorteilen im Wettbewerb und beim Geschäftserfolg. Gleichzeitig machen sich Unsicherheiten breit: Mehr als die Hälfte tut sich schwer mit der Digitalisierung, 13 Prozent sehen ihre Existenz bedroht – ein signifikanter Anstieg, der den digitalen Wandel trotz all der positiven Stimmen als Herausforderung erscheinen lässt.

Aktuelle Medienberichte zeigen, dass Unternehmen wie SAP und Siemens konkrete KI-Anwendungen in ihrer täglichen Arbeit integrieren, etwa in der Prozessautomation und bei der Vorhersage von Wartungsarbeiten. Deutsche Start-ups erhalten vermehrt Investitionen, besonders im Bereich KI-gestützter Datenanalysen und Sprachmodelle, während die Bundesregierung gezielte Förderprogramme zur Entwicklung sicherer, europäischer KI auflegt. Dennoch werden wiederholt Sorgen hinsichtlich Fachkräftemangel, notwendiger Rechtsrahmen und möglicher gesellschaftlicher Auswirkungen thematisiert – besonders vor dem Hintergrund der wachsenden Konkurrenz aus den USA und China.

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