Roderich Kiesewetter spricht sich dafür aus, die Ausbildungsmission für ukrainische Soldaten am Taurus-Marschflugkörpersystem unverzüglich zu beginnen, und sieht darin weit mehr als nur eine technische Angelegenheit. Er mahnt eine klare politische Zielsetzung der deutschen Ukraine-Politik an und positioniert Deutschland in der Pflicht, sich als führungsstarkes Land in Europa für die Freiheit der Ukraine einzusetzen – gerade angesichts der nachlassenden Priorität Europas für die USA. Neuere Entwicklungen rund um Taurus zeigen zudem: In Regierung und Öffentlichkeit wird der politische Symbolcharakter schwerer Waffenlieferungen intensiv diskutiert, immer im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsinteressen, Abschreckung und der Gefahr einer weiteren Eskalation. Aus aktuellen Berichten geht hervor, dass innerhalb der Bundesregierung weiterhin keine Einigkeit über eine mögliche Lieferung von Taurus an die Ukraine besteht; Stimmen aus FDP und Grünen signalisieren allerdings zunehmenden Druck auf Bundeskanzler Scholz. Zudem rückt in den Hintergrundberichten die Frage in den Fokus, wie der Ukraine im drohenden Stellungskrieg tatsächlich geholfen werden kann, auch abseits der Taurus-Debatte, etwa durch Drohnen, Abwehrsysteme oder Ausbildungsunterstützung.