Kern des angekündigten „Quadratmeterdeckels“ ist: Städte und Gemeinden sollen innerhalb ihres Einflussgebiets Höchstpreise für die Quadratmetermiete von Bürgergeld-Empfängern festlegen. Ziel ist, besonders die Situation in sogenannten Schrottimmobilien zu entschärfen, wo überzogene Quadratmeterpreise auf dem Rücken von Sozialhilfeempfängern eingefordert werden. Die BMAS betont, das Vorgehen solle Extremfälle verhindern und gleichzeitig flexibel genug bleiben, um regionale Mietunterschiede zu berücksichtigen. Aktuelles aus der Berichterstattung: Die Diskussion um den Quadratmeterdeckel reiht sich ein in die weiter schwelende Debatte um das Bürgergeld: Während Sozialverbände fordern, den Spielraum für Wohnkosten deutlich großzügiger zu gestalten – Stichwort "sozialer Wohnungsbau" und explodierende Mieten in Metropolregionen – mahnen Vertreter der Kommunen mehr Entscheidungsfreiheit und Sachnähe an. Die Bundesregierung betont, durch die Koppelung der Deckelung an lokale Marktbedingungen keine unüberwindbaren Hürden aufzustellen. Kritische Stimmen, unter anderem aus Mieterverbänden, warnen jedoch vor zusätzlichen Belastungen für Bürgergeld-Beziehende und sehen das Risiko, dass die Maßnahmen in der Praxis zum Verlust der Wohnung für manche führen könnten. Laut Presseberichten gibt es zudem Überlegungen, wie das Missbrauchspotenzial – etwa durch das künstliche In-die-Höhe-Treiben von Mieten – besser eingedämmt werden kann. Ob dieser „Quadratmeterdeckel“ wirklich hilft, die Unterkunftskosten im Sinne der Bedürftigen zu regulieren, steht allerdings noch infrage – die Praxis wird es zeigen.
13.10.25 20:05 Uhr