Historische Unterzeichnung: Nahost-Abkommen in Scharm el-Scheich offiziell bestätigt

Trotz prominenter Abwesenheiten wurde beim Nahost-Gipfel in Scharm el-Scheich das Abkommen zwischen Israel und Hamas offiziell anerkannt.

13.10.25 18:37 Uhr | 321 mal gelesen

Könnte man sich ein bunteres Gipfeltreffen vorstellen? In der ägyptischen Küstenstadt Scharm el-Scheich versammelten sich Vertreter aus sage und schreibe 31 Nationen — angefangen beim amtierenden US-Präsidenten Donald Trump über Bundeskanzler Merz bis hin zu Palästinenserpräsident Abbas. Überraschenderweise fehlten die Spitzen von Israel und der Hamas beim eigentlich zentralen Anlass. Dass Netanjahu seinen Besuch kurzfristig absagte und Erdogans Einfluss darauf ein Nachspiel hatte, sorgte für so manche Diskussion am Rande. Gleich zu Beginn machte Gastgeber al-Sisi klar, dass dies alles kein symbolischer Akt sein sollte — Kernziel: endlich einen dauerhaften Waffenstillstand stemmen. Seine Hoffnung ruhte auf Trump, den er fast schon wie einen Heilsbringer in Szene setzte. Eine geplante Konferenz zum Wiederaufbau Gazas, unterstützt von Deutschland, wurde gleich miterwähnt. Trump selbst blieb nicht hinterm Berg und lobte Ägyptens diplomatischen Draht, während er durchblicken ließ, dass er an weiteren Friedensplänen arbeite. Mit einem Anflug von Pathos hatte Trump bereits in Jerusalem von einer „neuen Ära des Friedens“ geschwärmt und sparte dabei nicht mit Lob für Netanjahu und die arabische Unterstützung. Netanjahu wiederum versicherte seine Loyalität zum Friedenskurs und zum engen Schulterschluss mit Washington. Für Trump winkt als Anerkennung eine staatliche Auszeichnung Israels – falls das seine Reise nach Jerusalem nicht noch etwas wahrscheinlicher macht.

Das Nahost-Abkommen zwischen Israel und Hamas wurde beim informellen Gipfel in Scharm el-Scheich trotz der Abwesenheit der direkten Konfliktparteien offiziell besiegelt. Maßgebliche internationale Akteure, darunter Trump und der ägyptische Präsident al-Sisi, betonten die Bedeutung eines dauerhaften Waffenstillstandes und setzten auf Kooperation beim Wiederaufbau des Gazastreifens, der unter massiven humanitären Herausforderungen leidet – jüngste UN-Angaben sprechen weiterhin von Hunderttausenden Notleidenden. Von deutscher Seite gab es, wie Nachrichtenportale betonen, eine anhaltende politische Unterstützung für einen tragfähigen Friedensprozess; zugleich bleiben Zweifel an der Umsetzungsfähigkeit des Abkommens, wie mehrere Beobachter kritisch anmerken. Weiterhin ist die internationale Gemeinschaft, laut vielen tagesaktuellen Berichten, hin- und hergerissen zwischen vorsichtiger Hoffnung auf Deeskalation und Skepsis angesichts der vertrackten Interessenlage – speziell angesichts der anhaltenden Sicherheitslage im Gazastreifen, der angespannten Beziehungen Israels zu zusammenspielenden arabischen Staaten und eines undurchsichtigen diplomatischen Tauziehens rund um die humanitäre Versorgung. Neue Entwicklungen deuten auf Verhandlungen über eine Lockerung der Blockade des Gazastreifens und mögliche Arrangements für eine langfristige Verwaltungsstruktur hin.

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