Dienstagabend in New York – die Börsianer rieben sich verdutzt die Augen: Der traditionsreiche Dow Jones sackte um 0,8 Prozent auf 49.003 Punkte – nicht gerade ein Grund zum Feiern. Ganz anders sah es beim S&P 500 aus, der – kurz vor Handelsschluss – muntere 0,4 Prozent gutmachte. Der Tech-Index Nasdaq 100 legte noch flotter zu, um 0,9 Prozent auf etwa 25.940 Punkte. Passt irgendwie ins Bild: Laut aktuellen Zahlen des Conference Boards ist das Verbrauchervertrauen in den Staaten auf einen neuen Tiefpunkt gestürzt – sogar niedriger als in den dunkelsten Corona-Tagen. Mit 84,5 Punkten dümpelt der Wert inzwischen auf dem flauesten Niveau seit 2014. Die Gründe klingen alles andere als beruhigend: Inflation, stotternder Arbeitsmarkt, Unsicherheiten bei Zöllen und zahlreiche Ängste – von Krieg bis Gesundheitswesen. Über die andere Seite des Atlantiks spielte sich dafür ein kleines Währungsdrama ab: Der Euro drehte überraschend auf und notierte abends bei 1,2039 US-Dollar, satte 1,35 Prozent fester als zuvor. Damit kostete der Dollar im Gegenzug nur noch 0,8306 Euro. Wer in Gold gemacht hat, kann sich einen stillen Jubel vermutlich nur schwer verkneifen: Für eine Feinunze wurden am Abend erstmals 5.177 Dollar fällig – ein Sprung von satten 3,3 Prozent. Noch ein Rekord: Öl der Nordsee-Sorte Brent stieg bis 22 Uhr deutscher Zeit auf 67,60 Dollar pro Barrel, das sind 3,1 Prozent mehr – fast so, als wollten die Rohstoffe zeigen, dass sie bei der Volatilität noch ein Wörtchen mitreden.
Die Stimmung an den US-Börsen war zuletzt von Unsicherheit und gegensätzlichen Trends geprägt: Während einige Indizes wie der Nasdaq deutlich zulegen konnten, verlor der Dow Jones spürbar an Wert. Besonders Besorgnis erregend ist der schnelle Einbruch des US-Verbrauchervertrauens; zahlreiche Faktoren wie Inflationssorgen, Handelshemmnisse und geopolitische Unsicherheiten drücken auf die Laune der Konsumenten. Parallel dazu steigen Gold- und Ölpreise stark, was auf eine Flucht in sichere Häfen sowie auf globale Unsicherheiten schließen lässt. Neuere Recherchen belegen, dass sich die Nervosität an den Märkten in den letzten 48 Stunden weiter verstärkt hat: Die Unsicherheit um die weitere Entwicklung von Zinsen und Inflation dominieren viele Marktanalysen, zudem setzen Krisenherde im Nahen Osten die Energiemärkte massiver unter Druck.