Leichte Erholung im Wohnungsbau: Geschäftsklima laut Ifo-Institut auf dem Weg nach oben?

Im Wohnungsbau scheint sich die frostige Stimmung ein Stück weit zu lösen – das Geschäftsklima zeigt erste Anzeichen der Besserung.

heute 07:41 Uhr | 1 mal gelesen

Wenn man diesen Februar in die Runde der Bauunternehmen blickt, herrscht zumindest vorsichtiger Optimismus – zumindest, wenn man den frischen Zahlen des Ifo-Instituts traut. Das Geschäftsklima hat sich von -20,8 im Januar auf nun -17,6 Punkte aufgerappelt. Wer jetzt aber mit überschwänglicher Euphorie rechnet, sollte innehalten: Noch klingt durch, dass bis zur alten Stärke ein Stück Weg fehlt. Klaus Wohlrabe, der bei den Ifo-Umfragen den Ton angibt, wählt eher moderate Worte: Die Atmosphäre habe sich zwar aufgehellt, aber es seien keineswegs alle Sorgenfalten geglättet. In den Auftragsbüchern blieben die frischen Impulse bislang deutlich, nun ja, überschaubar. Was das konkret heißt? Nur ein kleinerer Anteil der Unternehmen klagt über zu wenig Aufträge (okay, von 49,8 Prozent runter auf 48 Prozent – die Richtung stimmt, aber von Entwarnung weit entfernt). Gleichzeitig gibt’s einen kleinen Wermutstropfen: Mehr Firmen berichten von stornierten Projekten, der Anteil ist leicht auf 11,3 Prozent gestiegen. Wohlrabe bringt es auf den Punkt – die Auftragslage bleibt für viele Bauunternehmen, freundlich gesagt, durchwachsen. Trotzdem: Kleine Hoffnungszeichen sind besser als keine.

Das Geschäftsklima im Wohnungsbau hat sich nach den neuesten Ifo-Zahlen leicht erholt, bleibt aber noch deutlich im negativen Bereich. Während weniger Firmen über fehlende Aufträge klagen, gibt es zugleich wieder mehr Projektabsagen, was die weiterhin schwierige Lage der Branche widerspiegelt. Interessant ist, dass laut Experten und aktuellen Medienberichten viele Bauträger auf politische Maßnahmen wie günstigere Kredite und vereinfachte Genehmigungsverfahren hoffen, um den Wohnungsbau nachhaltig anzukurbeln. Zusatzinfos aus der Internetrecherche: In den vergangenen Tagen wurde in mehreren Leitmedien (wie FAZ, Zeit und Spiegel) darauf hingewiesen, dass der deutsche Wohnungsmarkt nicht nur unter Zinsanstiegen, sondern auch unter Materialmangel und bürokratischen Hürden leidet. Diskutiert werden verschiedene staatliche Initiativen, u.a. steuerliche Anreize und die Förderung von nachhaltigem sowie sozialem Wohnungsbau. Im Gegensatz dazu warnt die Branche, dass ohne zügige, praxisnahe Reformen und ausreichend Fachkräfte der Aufschwung nicht auf Dauer zu halten sein wird.

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