Joschka Fischer warnt vor trump’scher Machtverschiebung in Richtung Oligarchie

Ex-Außenminister Joschka Fischer befürchtet, dass Donald Trump die USA gezielt von einer Demokratie zu einer Oligarchie transformieren könnte.

heute 05:03 Uhr | 3 mal gelesen

Joschka Fischer, lange Zeit Gesicht der Grünen und früherer Außenminister, äußerte im Gespräch mit dem Tagesspiegel deutliche Bedenken hinsichtlich Donald Trumps politischer Vorhaben: „Trump strebt eine autoritäre Ausrichtung an. Man hat fast das Gefühl, er will Amerikas Demokratie gegen ein System eintauschen, in dem wenige – oder nur einer – auf unbestimmte Zeit entscheiden können.“ Nach Fishers Einschätzung zeugen Trumps Rhetorik und politische Agenda von einem ausgeprägten Willen, die bisherige Tradition begrenzter Amtszeiten und regulärer, fairer Wahlen durch eine schrankenlose persönliche Machtausübung zu ersetzen. Die USA standen historisch für ein weitreichendes Freiheits- und Demokratieversprechen – in Fishers Augen ist dieser Ruf mittlerweile stark beschädigt. Besonders bei den kommenden Kongresswahlen im November 2026 sieht er ein Risiko, dass gezielte Versuche unternommen werden, die Wahlmanipulation oder Beeinflussung massiv voranzutreiben. „Für mich ist inzwischen klar, dass diese Wahlen auf eine harte Probe gestellt werden. Ob sie tatsächlich frei und fair verlaufen, ist offen – ich habe da meine Zweifel.“

Joschka Fischer betrachtet die politische Entwicklung unter Donald Trump mit großer Sorge und zeichnet das Bild eines drohenden Systemwandels in den USA: weg von Demokratie, hin zu einer von wenigen kontrollierten Herrschaftsform. Seine Warnungen berühren nicht nur die nationale Ebene, sondern spiegeln auch eine wachsende Besorgnis europäischer Beobachter wider, für die Amerikas weltweites Ansehen als Verfechter von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit auf dem Spiel steht. Die Frage nach der Unversehrtheit zukünftiger Wahlen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Eingriffe oder Manipulationsversuche, bleibt nach Fischers Einschätzung ein Belastungstest für die gesamte demokratische Architektur – eine Sichtweise, die auch in internationalen Medien zunehmend diskutiert wird. In einer aktuellen Analyse der Süddeutschen Zeitung wird betont, wie tief die politischen Gräben in den USA verlaufen und wie polarisiert das Klima vor den nächsten Wahlen ist: Die Möglichkeit einer faktischen Aushöhlung demokratischer Prinzipien durch gezielte Strategien ist laut Kommentatoren durchaus real (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Auch der Spiegel hat sich mit dem Thema beschäftigt und beschreibt, wie institutionelle Checks and Balances unter Druck stehen und das Wahlrecht durch Einschränkungen und juristische Winkelzüge ausgehöhlt werden könnte (Quelle: Spiegel). Die Zeit hebt außerdem hervor, welch zentrale Rolle Desinformation und politischer Aktivismus in den USA mittlerweile spielen, und wie diese Faktoren das Vertrauen in demokratische Abläufe nachhaltig unterminieren (Quelle: Zeit).

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