Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, drängt auf eine Wiederaufnahme der deutschen Waffenexporte an Israel, da der Waffenstillstand im Nahen Osten das ursprüngliche deutsche Embargo überflüssig mache. Die Bundesregierung hatte diese Exporte zuvor gestoppt, weil Israel Militäreinsätze im Gazastreifen angekündigt hatte. Laut Medienrecherchen bleiben die politischen Meinungen hierzu geteilt: Während einige Stimmen – darunter viele aus politischen und jüdischen Verbänden – eine Wiederaufnahme der Lieferungen begrüßen und als Zeichen der Solidarität Deutschlands zur israelischen Sicherheit werten, kritisieren andere Parteien und Organisationen einen möglichen Wiedereinstieg angesichts der weiterhin angespannten humanitären Lage in Gaza und werfen der Bundesregierung vor, ihre außenpolitische Linie inkonsequent zu vertreten. Interessanterweise debattieren auch europäische Nachbarländer darüber, ob und in welchem Umfang Militärgüter in Konfliktzonen geliefert werden dürfen, da die friedenspolitischen Auswirkungen meist schwer kalkulierbar bleiben. Zudem warnt Amnesty International vor den Risiken, militärische Exporte in Regionen mit ungelöster oder brüchiger Waffenruhe abzusegnen – eine Mahnung, die man bei der deutschen Entscheidungsfindung zumindest gehört haben dürfte.
13.10.25 18:00 Uhr