Wenn in einer Zeit, in der Fakten und Meinungen gern mal wild durchmischt werden, junge Leute den Mut aufbringen, Falsches zu entlarven, dann ist das schon mehr als bloße Wissensvermittlung. Ministerin Reem Alabali Radovan zeigte sich jedenfalls tief beeindruckt: Solch engagierter Einsatz für globale Gerechtigkeit verdiene höchste Anerkennung. 22 Preise gingen an Schulen aus zehn Bundesländern – bunt gemischt von Nord bis Süd, Kleinstadt bis Metropole. Besonders hervor stach die Gemeinschaftsschule Campus Cordis aus Dresden (Sachsen), die einen Sonderpreis und Unterstützung für einen internationalen Schulaustausch erhielt. Die aktuelle Wettbewerbsrunde folgte dem Motto: "Fakten gecheckt? Verändert die Welt mit eurer Story!" – ein Aufruf, sich nicht abspeisen zu lassen, sondern den Dingen richtig auf den Grund zu gehen. Über 19.000 Schülerinnen und Schüler haben Beiträge eingereicht – von Videos über Podcasts bis zu Theaterstücken war alles dabei. Seit 2003/04 findet der Wettbewerb alle zwei Jahre statt, getragen von Engagement Global für das Entwicklungsministerium und mit Rückenwind namhafter Partner aus Zivilgesellschaft, Medien, Wirtschaft und Bildung. Wer mehr wissen will: Eine Übersicht aller Gewinner und weitere Infos gibt’s auf www.eineweltfueralle.de.
Der entwicklungspolitische Schulwettbewerb "alle für EINE WELT für alle" setzt ein Zeichen gegen Desinformation und lädt Jugendliche dazu ein, sich aktiv mit globalen Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Tatsächlich war die Beteiligung dieses Jahr mit über 19.000 Schülerinnen und Schülern aus allen Schulformen bemerkenswert hoch, was die wachsende Relevanz des Themas widerspiegelt. Die ausgezeichneten Projekte reichten von investigativen Projekten zu Social-Media-Fake-News über künstlerische Performances bis hin zu klassenübergreifenden Bildungsaktionen – viele Preisträger lenkten dabei den Blick auf die Gefahren von Desinformation für Demokratie und Weltoffenheit. Laut nachträglicher Online-Recherche wurde im Rahmen der Preisverleihung mehrfach betont, dass Medienkompetenz ein grundlegender Baustein der Persönlichkeitsbildung ist. Verschiedene Medienberichte unterstreichen zudem, wie wichtig langfristige Partnerschaften mit Initiativen für nachhaltige Entwicklung, wie ENSA, sind. Außerdem zeigte sich, dass die deutschen Schulen gezielt innovative Formate wählen, um Jugendlichen kritisches Denken und Verantwortung zu vermitteln. (Siehe aktuelle Berichterstattung in Süddeutsche, taz, Spiegel und The Local.)