Lesch & Schwartz über Solidarität – Eine Spurensuche zu Fronleichnam im ZDF

Mainz – Solidarität klingt oft wie ein Kitt, der alles zusammenhält – aber bröckelt da nicht gerade einiges im gesellschaftlichen Gefüge? Harald Lesch, der aus Funk und Fernsehen nicht mehr wegzudenken ist, und Theologe Thomas Schwartz gehen in ihrem aktuellen ZDF-Talk an Fronleichnam der Frage auf den Grund, was richtig verstandene Solidarität bedeutet. Aus verschiedenen Blickwinkeln – von geschichtlichen bis zu spirituellen – beleuchten sie, welche Bedeutung ein echtes Miteinander heute hat. Die Doku von Nina Koshofer gibt’s am 4. Juni 2026 um 17:45 Uhr im ZDF und frühmorgens schon in der ZDF-Mediathek.

heute 13:27 Uhr | 2 mal gelesen

Zusammenhalt ist sprichwörtlich schnell im Eimer, wenn Menschen sich ausgeschlossen, ungerecht behandelt oder schlicht nicht gesehen fühlen. Gerade in einer Stadt wie Frankfurt, wo Reichtum und soziale Unterschiede direkt nebeneinander wohnen, wird deutlich: Solidarität ist kein Selbstläufer. Harald Lesch trifft Thomas Schwartz in der IG-Metall-Zentrale – ein symbolischer Ort für kollektive Interessenvertretung – und sinniert darüber, dass Solidarität mehr verlangt als bloßes Lippenbekenntnis. Sie müsse, so Lesch, ‚trainiert, praktiziert und bewusst strukturiert‘ werden. Schwartz bringt die katholische Soziallehre ins Spiel und fragt: Wie könnte so ein solidarisches Miteinander in der rauen Lebenswirklichkeit eigentlich aussehen? Kleiner Schlenker: Beide sind längst keine Unbekannten. Lesch, Naturphilosoph mit Professur und TV-Habitus, ist aus Sendungen wie ‚Leschs Kosmos‘ oder ‚Terra X‘ nicht wegzudenken, Preisträger inklusive Bundesverdienstkreuz. Schwartz kennt man (nicht nur) als Theologen, sondern auch als Autor, Geschäftsführer von Renovabis und Co-Autor mit Lesch – das kann eigentlich brenzlig werden, ist aber meistens spannend. Wer persönlich nachhaken möchte: Für Rückfragen findet sich ein Kontakt bei Magda Huthmann und Christina Betke, während Pressefotos und mehr Infos über die ZDF-Kommunikation zu bekommen sind. Akkreditierte Journalist:innen erhalten vorab eine Vorschau der Doku. Und: Im ZDF-Streaming ist das Ganze frühmorgens abrufbar.

Die Sendung im ZDF rückt das Thema Solidarität ins Zentrum und fragt kritisch nach, wie tragfähig dieses Konzept für unsere zunehmend fragmentierte Gesellschaft noch ist. Dabei treffen zwei unterschiedliche Zugänge aufeinander: Lesch argumentiert aus naturwissenschaftlicher und philosophischer Sicht, Schwartz bringt die theologische und soziale Komponente ein. Interessant ist, dass gerade der Kontrast zwischen dem Wissenschaftler und dem Theologen für einen lebendigen Diskurs sorgt – und nebenbei auch die Schnittstelle zwischen Religion, Gesellschaft und Politik in Sachen Zusammenhalt beleuchtet wird. Recherchiere ich weiter, fällt auf: Die deutsche Debatte um Solidarität ist durch aktuelle Krisen wie steigende Armut, dem drohenden Sozialabbau und den erstarkenden Populismus hochaktuell. Zahlreiche Stimmen betonen, dass Solidarität nicht (nur) eine moralische Tugend, sondern angesichts globaler Unsicherheiten auch eine Überlebensstrategie für die Demokratie ist. Mediale Diskussionen der letzten Tage thematisieren zum Beispiel explizit den Zusammenhang zwischen sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Stabilität; darüber hinaus wird aktuell wieder viel über den Einfluss von Gewerkschaften, bürgerschaftliches Engagement und die Rolle von Religion im Alltag gestritten.

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