Linke fordert Freigabe von Ölreserven, um extreme Spritpreise abzufedern

Die Linke im Bundestag schlägt Alarm wegen kletternder Benzin- und Dieselpreise: Um Verbraucher zu entlasten, soll die nationale Ölreserve aktiviert werden, fordert die Fraktion rund um Janine Wissler. Wie es im Nahen Osten weitergeht? Keiner kann’s aktuell sagen.

heute 11:59 Uhr | 4 mal gelesen

Die Diskussion um Energiepreise hat wieder Fahrt aufgenommen – diesmal dreht sich alles um das strategische Ölpolster Deutschlands. Janine Wissler von der Linken findet, dass ein Einsatz der eingelagerten Reserven wenigstens geprüft werden sollte, falls die Preise erneut explodieren. Ein ‚Kostenschock‘, so beschreibt sie es, liege ja immer dann vor, wenn die Inflation so richtig ins Rollen kommt. Laut ihr sei das zwar noch Zukunftsmusik, aber die Ampelregierung mache es sich zu bequem, statt rechtzeitig zu reagieren. Rund 90 Tage lang könnte man Stand jetzt mit der deutschen Reserve über die Runden kommen – sofern nichts Gravierendes dazwischenkommt. Deutlich kritischer sieht Wissler auch die möglichen Folgen für Gas: Sollte sich die angespannte Lage auf den Weltmärkten verhärten, könnte die nächste Heizperiode mühsam werden. Die Bundesregierung? Bleibt ihrer Linie treu, meint sie – untätig. Und währenddessen würden Großkonzerne versuchen, wie schon 2022, erneut satte Gewinne aus der Knappheit zu schlagen. Ob die Politik diesmal schneller durchgreift, bleibt also offen.

Die Linke verlangt von der Bundesregierung, auf den Preisdruck an den Zapfsäulen mit der gezielten Freigabe strategischer Ölreserven zu reagieren, sollte die Lage angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten eskalieren. Aktuell reichen Deutschlands Reserven rund drei Monate, doch die Risiken durch unterbrochene Lieferketten und steigende LNG-Kosten könnten die Lage schnell verschärfen. Tatsächlich wird in mehreren Medien intensiv diskutiert, ob staatliche Eingriffe – etwa durch Preisbremsen, Steuererleichterungen oder eben die Nutzung staatlicher Vorräte – nötig oder realistisch sind. Nach aktueller Recherche berichten u.a. Der Spiegel und die FAZ über die gestiegene Unsicherheit an den internationalen Öl- und Gasmärkten, ausgelöst durch den Ukraine-Krieg und angespannte Verhältnisse im Nahen Osten. Die Bundesregierung prüft laut diesen Quellen bereits verschiedene Optionen, ist aber wegen der langfristigen Folgen für die Energiesicherheit und die Märkte in ihrer Reaktion zurückhaltend. Letztlich stehen Politik und Verbraucher vor der Frage, wie ein Mittelweg zwischen kurzfristiger Entlastung und nachhaltiger Versorgung gefunden werden kann.

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