Linke gleichauf mit SPD – AfD und Union verlieren an Boden

Es bewegt sich was im Politbarometer: Die Linke schließt zur SPD auf. Bei einer Bundestagswahl am kommenden Sonntag kämen laut aktueller Erhebung beide Parteien auf 12 Prozent.

heute 07:23 Uhr | 4 mal gelesen

Die Zahlenspiele des neuen ZDF-Politbarometers machen deutlich: Die Union rutscht weiter ab und kommt nur noch auf 24 Prozent – das gab’s seit vier Jahren nicht mehr so schwach. Die AfD verliert ebenfalls an Unterstützung, bleibt mit 26 Prozent aber immer noch vorne. Überraschung – oder doch nicht? Die Grünen springen um zwei Punkte nach oben auf 15 Prozent, während die FDP weiter auf dünnem Eis wankt: Mit mageren 3 Prozent wäre ein Wiedereinzug ins Parlament in weiter Ferne. Die übrigen Parteien sammeln gemeinsam noch 8 Prozent und verlieren dabei ebenfalls leicht. Man spürt förmlich, wie sich das Stimmungsbild verschiebt – ein Nachhall jener politischen Windungen, die kaum jemand so richtig vorhersehen konnte.

Interessanterweise gerät die bisherige Dominanz der Union und der AfD in diesem Politbarometer ins Wanken – ein Umstand, der nicht wenige überrascht. Die steigenden Werte der Grünen, gepaart mit der Annäherung von Linke und SPD, deuten auf eine neue Verschiebung der politischen Gewichte hin. Hinzu kommt: Neben den aktuellen Umfragewerten sind auch Unruhen innerhalb der Parteien, Diskussionen nach den EU-Wahlen und teils hitzige Debatten um Migration, Klimaschutz und Sozialpolitik richtungsweisend für die Wahlabsichten der Bevölkerung. Während viele Wähler Unsicherheit verspüren, suchen Politiker nach überzeugenden Antworten auf immer komplexere Fragen – naht die nächste Wahl, steigt die Spannung. Neue Analysen von taz, Zeit und FAZ beschäftigen sich zudem damit, wie jüngste Proteste, der Ukraine-Krieg und innenpolitische Krisen das Meinungsklima beeinflussen.

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