Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im März rückläufig

Im März 2026 ist der preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe kalender- und saisonbereinigt um 1,6 Prozent gegenüber Februar gefallen – meldete das Statistische Bundesamt. Während im Hochbau eine Zunahme zu sehen war, verzeichnete der Tiefbau deutliche Rückgänge.

heute 08:36 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal fühlt es sich so an, als würden Zahlen einfach an einem vorbeirauschen – aber im Bauhauptgewerbe sind sie fast sowas wie der Pulsschlag der Branche. Und der schlug im März 2026 ein wenig langsamer: Der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang war von Januar bis März um 1,6 Prozent niedriger verglichen mit dem vorherigen Quartal. Das klingt erstmal nach wenig, doch beim näheren Hinsehen zeigt sich ein zerklüftetes Bild – denn im Hochbau wurde ein Zuwachs von 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr festgestellt, während der Tiefbau gleich um 20,1 Prozent nachgab. Tröstlich? Der reale Umsatz des Bauhauptgewerbes lag immerhin um 2,5 Prozent über dem März 2025. Vielleicht ist das die kleine Hoffnung im Zahlenmeer. Die Zahl der Beschäftigten hat übrigens auch leicht zugelegt, auf nun rund 545.000 Menschen – und ja, das sind nur die Betriebe mit mindestens 20 Leuten. Eine Branche, die stets in der Schwebe ist: Mal Plus, mal Minus, selten ganz eindeutig.

Kurz gesagt: Im März 2026 erlebte das Bauhauptgewerbe einen leichten Dämpfer beim preisbereinigten Auftragseingang – minus 1,6 Prozent im Vergleich zum Februar. Im Jahresvergleich stieg der Auftragseingang im Hochbau deutlich, während der Tiefbau erneut schwächelte. Der Gesamtumsatz konnte jedoch zulegen, und auch die Beschäftigtenzahl kletterte leicht. Neuere Berichte aus der Baubranche machen auf anhaltende Unsicherheiten aufmerksam: Preissteigerungen bei Materialien, Zinsbelastungen und die Ungewissheit bei Auftragsvergabe setzen das Bauhauptgewerbe weiter unter Druck. Besonders im Wohnungsbau steigen die Herausforderungen, wie Experten warnen. Viele Betriebe hoffen nun auf eine Entspannung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ein Förderimpuls der Politik, um wieder langfristig planen zu können.

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