Mit dem jüngsten bewaffneten Konflikt zwischen dem Iran und dem Westen haben sich die Prioritäten für Friedrich Merz' USA-Besuch abrupt verschoben: Statt Ukraine und Zollstreit stehen jetzt vor allem Sicherheitsfragen im und um den Iran im Vordergrund. Peter Beyer von der CDU hebt die ungewohnt straffe Ausrichtung der E3-Erklärung hervor, auch wenn die genaue Linie europäischer Beteiligung noch unklar bleibt. Dabei gibt es bislang wenig Bereitschaft für einen direkten Militäreinsatz, doch logistische oder medizinische Unterstützung wird für möglich gehalten. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass die Spannungen zwischen Iran und westlichen Staaten weiterhin anhalten: Die Bundesregierung und ihre europäischen Partner ringen um eine gemeinsame Strategie. Laut „FAZ“ betonen deutsche Regierungsvertreter, dass man trotz aller Drohungen auf Diplomatie setze und direkte militärische Aktionen vermeiden wolle (https://www.faz.net). Unterdessen hat die Diskussion über mögliche Wirtschaftssanktionen gegen den Iran an Fahrt aufgenommen. Verschiedene Quellen berichten, dass sich die EU-Mitgliedsländer zu weiteren Schritten beraten und nächste Woche eine Koordinierung anstreben (https://t3n.de). Auch in den USA wird erneut über die Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern diskutiert, insbesondere im Schatten der anstehenden Präsidentschaftswahl und möglicher geopolitischer Auswirkungen. Nach Einschätzung der „Süddeutschen Zeitung“ bleibt dabei offen, ob auf beiden Seiten des Atlantiks Einigkeit über weitere Maßnahmen besteht (https://www.sueddeutsche.de).
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