Das klingt ernüchternd: 'Anders als es Präsident Trump womöglich wahrhaben möchte.' Merz äußerte sich laut den Anwesenden am Dienstag so, dass eine zügige Beilegung für ihn nicht realistisch erscheint. 'Wir schätzen nicht, dass es einfach so schnell vorbei ist.'
Mit Blick auf das große Nato-Treffen, das Anfang Juli in Ankara ansteht, meinte Merz: 'Wer weiß, ob es bis dahin überhaupt Anzeichen auf Frieden gibt.' Sollte weiterhin keine Lösung in Sicht sein, warnte er vor 'einem sehr schlecht gelaunten Präsidenten Trump' am Verhandlungstisch. Zwar werde man versuchen, den Dialog aufrechtzuerhalten und Angebote zu machen – man müsse aber auch mit schwierigen Gesprächen rechnen.
Interessant war sein Hinweis auf bilaterale Pläne mit Frankreich und Großbritannien: Im Fall der Fälle, sagte Merz, wären sie bereit, die Straße von Hormus sogar militärisch zu sichern. 'Das ist aber nur denkbar, wenn ein Waffenstillstand gilt und die Kämpfe tatsächlich beendet sind. Ansonsten könnten wir diesen Schritt nicht verantworten.' Es gehe in jedem Fall darum, betonte Merz, mit den wichtigsten Partnern eng abgestimmt zu bleiben – als Signal der Geschlossenheit.
Friedrich Merz hat deutlich gemacht, dass er den Iran-Krieg nicht rasch für beendet hält – eine Einschätzung, die auch von Unsicherheiten hinsichtlich eines diplomatischen Durchbruchs geprägt ist. Im Kontext der aktuellen internationalen Spannung um den Iran warnte er vor den Herausforderungen beim Nato-Gipfel – insbesondere mit Blick auf Donald Trump, dessen Unberechenbarkeit für zusätzliche Unruhe sorgen könnte. Währenddessen treibt die Bundesregierung Gespräche mit Frankreich und Großbritannien über eine mögliche militärische Sicherung der Straße von Hormus voran, knüpft dies aber klar an einen Waffenstillstand; laut aktuellen Medienanalysen bleibt die Lage in der Golfregion auch weiterhin volatil, zumal kaum Fortschritte in der Diplomatie sichtbar sind.