Es gibt Ecken, die übergeht man einfach. Andere ziehen einen förmlich an, besonders, wenn sie am glucksenden Wasser liegen. Dass genau solche Orte im sogenannten Quellenviertel auf einer stattlichen Radrunde – ganze 180 Kilometer, das ist kein Pappenstiel – ausgeschildert wurden, ist kein Zufall. Sabine Schulz, ihres Zeichens Natur-Resonanz-Coachin, hat in dieser Ecke der Landkarte 24 Wasser-Kraftorte aufgestöbert. Nicht bloß, weil hier Seen, Flüsse, kleine Bäche und ganz schön viele Moore beinahe selbstverständlich zum Landschaftsbild gehören. Sondern vor allem, weil Wasser mehr kann, als man denkt: Es nährt, vernetzt, spendet Lebensraum – und oft einfach gute Laune.
Diese 24 Wasser-Orte stehen direkt am Radweg – quasi zum schnellen Innehalten oder, wenn der Hintern schon schmerzt, auch für eine längere Pause. Vom ästhetisch aufregenden Salzachdurchbruch über verträumte Buchten bis zu Stränden, wo heiße Radlerfüße eine wohltuende Abkühlung im Kneippbecken genießen können. Manche Orte überraschen, etwa der Aussichtsplatz Inn-Salzach-Blick, der Kräutergarten mit Hildegard-Charme oder ein lauschiger Platz mit Blick auf die längste Burg der Welt. Schulz hat für jeden dieser Kraftorte spezielle Resonanz-Übungen entwickelt – leicht verständlich, mit wenig Aufwand machbar. Es geht um Achtsamkeit, um bewusste Atmung, aber auch darum, sich einzulassen. Sogar Skeptiker:innen merken irgendwann: Aha, irgendetwas ändert sich, wenn ich wirklich zuhöre.
Beispiel gefällig? An einer Flussmündung wird man eingeladen, das Geräusch der Stadt wie Wellen durch die eigene Wahrnehmung zu schicken und den Atem fließen zu lassen – nicht heroisch, einfach so, wie Wasser eben strömt. Dadurch entsteht eine stille Verbindung zwischen Mensch und Landschaft. Was vorher scheinbar selbstverständlich war, wirkt auf einmal fast ein wenig magisch.
Das Schöne daran: Niemand muss sportlich topfit oder mental besonders ausgefuchst sein, um diese Übungen zu erleben. Wer sich einlässt, nimmt vielleicht eine kleine Erkenntnis oder sogar einen neuen Sinneseindruck mit. Anschließend geht’s gestärkt und irgendwie neu sortiert weiter auf der Tour – immer dem Wasserlauf, der Natur und ab und zu auch dem eigenen Takt folgend.
Eine detailreiche Karte mit allen Wasser-Kraftplätzen, samt Beschreibung und Übungen, ist kostenlos beim Tourismusverband Quellenviertel erhältlich. Wollte ich noch erwähnen, weil man so oft an Flyern vorbei läuft und dann überlegt: Wo sind die eigentlich? Dieses Mal lohnt es sich wirklich, einen mitzunehmen.
Die 180 Kilometer lange Entdeckerradtour führt durch das sogenannte Quellenviertel – eine Region, die durch ihre vielfältigen Wasserlandschaften aus Flüssen, Seen und Mooren besticht. Das Besondere: An 24 speziell ausgewiesenen Wasser-Kraftplätzen können Radfahrer und Spaziergänger innehalten und mithilfe eigens entwickelter Resonanz-Übungen zur Ruhe kommen, die Sinne schärfen und neue Kraft schöpfen. Die von Natur-Resonanz-Coachin Sabine Schulz entworfenen Übungen machen diese Reise zu einer persönlichen und erlebbaren Annäherung an die Natur, unabhängig von Fitnessgrad oder Erfahrung – sie laden dazu ein, die Umgebung neu zu erleben und einen erfrischenden Perspektivwechsel zu wagen. Neu hinzugekommen ist die Beobachtung, dass sogenannte Kraftorte nicht nur als Trend, sondern zum Teil wissenschaftlich untersucht werden: Wasserlandschaften gelten häufig aufgrund ihrer mikroklimatischen Effekte und der beruhigenden Wirkung von Wassergeräuschen als besonders geeignet für Stressabbau. Artikel aktueller Magazine wie GEO oder National Geographic bestätigen die nachhaltige Wirkung solcher Erfahrungen – Radreisende berichten oft, dass sie ihr Verhältnis zur Natur dauerhaft verändern. (Quellen: geo.de, ngz.de, psychologytoday.com)