Eine frische Untersuchung der Deutschen Bundesbank legt offen, was viele bereits aus ihrem eigenen Alltag kennen: Immer mehr Menschen holen an der Kasse nicht mehr das Portemonnaie für Bargeld hervor, sondern zücken stattdessen Karte oder Handy. Laut Bundesbank-Report wurden 2025 gut 55 Prozent aller Transaktionen bargeldlos erledigt. Das ist neu, denn Bargeld war die letzten Jahrzehnte praktisch unschlagbar präsent – nun verliert es sichtbar Boden. Interessant: Trotz des digitalen Booms bleibt Bargeld auf den ersten Blick das traditionelle Rückgrat vieler, denn bei immerhin 45 Prozent der Zahlvorgänge bleiben Münzen und Scheine im Spiel. Was sich aber verschiebt, sind die Gewichte bei den elektronischen Verfahren.
Vor allem die altbekannte Girocard läuft zur Höchstform auf: Jeder vierte Bezahlvorgang wurde damit abgewickelt – damit hält sie sich weiterhin an der Spitze der Kartenlösungen. Mobile Zahlungen, also mit dem Smartphone, legen ordentlich zu, auch wenn sie bisher erst auf zehn Prozent kommen (2023 waren es noch sechs Prozent). Online-Bezahldienste verdoppeln ihren Anteil und kommen nun auf sechs Prozent. Beim Blick auf die Gesamtumsätze sehen die Karten zwar weiterhin stark aus, aber Bargeld und Überweisungen halten mit einem Anteil von jeweils 23 Prozent die Stellung. Die Liste der Zahlungsmöglichkeiten wächst, digitale Geldbörsen oder Internetdienste schieben kräftig nach. Was auffällt: Nicht jede Bevölkerungsgruppe macht die Digitalisierungsgeschwindigkeit mit. Gerade Ältere oder Menschen mit gesundheitlichen Problemen, wenig Einkommen oder geringer Technik-Affinität greifen häufiger auf Bargeld zurück.
Auch bemerkenswert: Trotz aller Technik schätzen 80 Prozent der Befragten, dass sie überhaupt noch bar zahlen können – das will die Bundesbank ausdrücklich erhalten. Ganz reibungslos läuft das bargeldlose Zahlen aber nicht: Ein Viertel der Teilnehmenden berichtet, im letzten Monat mindestens einmal gescheitert zu sein, einfach digital zu zahlen. Vielleicht braucht auch das digitale Bezahlen einfach noch ein bisschen ‚Eingewöhnungszeit‘.
Die aktuelle Studie der Deutschen Bundesbank belegt, dass Bargeldlos-Zahlungen in Deutschland im Jahr 2025 erstmals die Mehrheit der Transaktionen ausmachen – ein Wendepunkt im Konsumverhalten der Deutschen. Der Anstieg verdankt sich vor allem der Verbreitung von Karten- und mobilen Bezahlverfahren, wobei insbesondere die Girocard und das Bezahlen per Smartphone zulegen. Trotzdem bleibt der Wunsch nach Bargelderhalt groß, viele Menschen – besonders ältere oder weniger technikerfahrene – nutzen weiterhin bevorzugt Scheine und Münzen. Ein weiteres Detail: Die Akzeptanz digitaler Zahlungen nimmt weiter zu, doch Hürden wie technische Probleme oder fehlende Akzeptanzstellen bestehen weiterhin. Aktuelle Recherche zeigt zudem, dass die Digitalisierung des Bezahlsystems in anderen europäischen Ländern teilweise noch weiter fortgeschritten ist, etwa in Skandinavien. In Deutschland ist die Sorge um Datenschutz und Privatsphäre bei vielen Verbraucher:innen ein zentrales Thema, das die Umstellung auf bargeldlose Lösungen begleitet.