Tanken wird günstiger – ADAC fordert trotzdem weitere Entlastung

Die Preise an deutschen Tankstellen haben spürbar nachgegeben – aber der Autoclub ADAC meint, da ist noch Luft nach unten.

heute 12:01 Uhr | 3 mal gelesen

Wer in den letzten Tagen getankt hat, dürfte es gemerkt haben: Die Kraftstoffpreise sind ordentlich gefallen. Diesel ist um satte 9,1 Cent billiger zu haben, jetzt bei 1,797 Euro pro Liter – und auch Super E10 kostet aktuell mit 1,854 Euro gute fünf Cent weniger als zuvor. Das ist, nebenbei gesagt, der niedrigste Stand seit Anfang März. Möglich wurde das unter anderem durch den Rückgang des Rohölpreises – die Nordseesorte Brent ist um etwa zwölf Dollar pro Fass gesunken, aktuell liegt der Preis bei rund 79 US-Dollar. Trotzdem zeigt sich der ADAC kritisch: Ihrer Ansicht nach sollten die Preise an der Zapfsäule noch deutlicher sinken, denn der Rückgang beim Rohöl sei längst nicht komplett an die Verbraucher weitergegeben worden. Man könnte glatt denken, die Tankstellenbetreiber behalten beim Tanken noch eine Extraportion für sich ein. Für Pendler und Vielfahrer bringt das aber erst mal etwas Luft – doch wie lange diese Entwicklung anhält, bleibt offen. Wer dauerhaft sparen will, muss vermutlich auf andere Mittel setzen – etwa sparsam fahren oder Mobilitätsalternativen nutzen, sofern das eine Option ist. Man weiß ja nie, was nächste Woche kommt.

Die jüngsten Entwicklungen an den deutschen Tankstellen sorgen für Erleichterung bei Autofahrerinnen und Autofahrern: Der deutliche Preisrückgang bei Diesel und Super E10 lässt sich vor allem auf gesunkene Ölpreise an den Weltmärkten zurückführen. Laut ADAC profitieren Verbraucher allerdings nicht im vollen Maße von den niedrigeren Rohölpreisen – der Verband wirft der Mineralölwirtschaft vor, den Spielraum für weitere Preissenkungen nicht ausreichend weiterzugeben. Ein genauer Blick auf die Preisbildung zeigt zudem, dass Steuern und Abgaben einen erheblichen Anteil am Kraftstoffpreis ausmachen, die spannende Frage bleibt also, wie schnell und wie stark Marktveränderungen tatsächlich an den Zapfsäulen ankommen. Ergänzend berichten zahlreiche Medien, dass geopolitische Unsicherheiten, Fördermengenentscheidungen der OPEC und die schwankende Nachfrage maßgeblich die Ölpreisentwicklung beeinflussen. Interessant ist auch, dass sich der Wettbewerb zwischen Tankstellen in Deutschland verstärkt hat, was zu breiteren Preisspannen zwischen verschiedenen Anbietern führt.

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