Merz zieht nach G7-Gipfel in Frankreich eine positive Bilanz

CDU-Chef Friedrich Merz zeigt sich nach dem G7-Treffen in Frankreich zufrieden mit den Resultaten und betont die neu gefundene Einigkeit der Industriestaaten.

heute 12:59 Uhr | 3 mal gelesen

Friedrich Merz, der aktuelle Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende, zeigte sich am Mittwoch nach dem G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains in auffallend optimistischer Stimmung. "Vieles hat sich gelohnt", betonte er und hob vor allem den engen Schulterschluss bei Fragen zu kritischen Rohstoffen, zum Thema Künstliche Intelligenz sowie zu globalen Sicherheitsfragen hervor. Es habe intensive Gespräche mit Tech-Unternehmen gegeben – sogar beim Mittagessen drehte sich viel um das Thema KI. Aber, so Merz, im Grunde bleibe die weltpolitische Lage mit ihren Machtverschiebungen dominierend – und nüchtern betrachtet ändere sich daran trotz technischer Innovation nur langsam etwas. Besonders wichtig: Die Staaten der G7 fanden erstmalig seit Donald Trumps Amtsantritt zu einer gemeinsamen Sprache bei kontroversen Themen wie Iran oder Ukraine. "Am Ende war es zäh, aber es hat sich ausgezahlt. Wir konnten Putin unmissverständlich die rote Karte zeigen – und das gemeinsam!", so Merz. Die Sanktionsbereitschaft gegenüber Moskau sei hoch wie selten. Generell, sagt Merz, gehe von diesem Treffen ein Signal der Entschlossenheit aus, das bis nach Washington und zurück nach Moskau sende.

Der G7-Gipfel in Frankreich drehte sich vor allem um schwierige geopolitische Herausforderungen – etwa den Ukraine-Konflikt, die Beziehungen zu Iran und die drohende Rohstoffknappheit im Zuge wachsender technologischer Ansprüche. Friedrich Merz betonte, dass es gerade vor dem Hintergrund jüngster Differenzen ein Fortschritt sei, überhaupt eine gemeinsame Abschlusserklärung zustande gebracht zu haben, und dass die G7-Staaten in sicherheitsrelevanten Fragen wieder ernster an einem Strang ziehen. Besonders im Fokus standen Maßnahmen gegen Russland, geplante Sanktionen sowie ein gemeinsamer Fahrplan im Umgang mit Künstlicher Intelligenz – mit teils kritischen Diskussionen, beispielsweise über ungleiche Zugangsmöglichkeiten zu Lithium, Kobalt oder Seltenerden. In aktuellen Medienberichten wird auch die Rolle der sozialen Gerechtigkeit, Handelshemmnisse und die Konkurrenz zu China als bedeutsam hervorgehoben. Auch die abnehmende Geduld vieler Bürger mit der internationalen Krisendiplomatie wird diskutiert.

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