Sich im Wandel zurechtzufinden, ist längst nicht mehr nur eine Frage der fachlichen Kompetenz – das spüren Unternehmen im Handwerk am eigenen Leib. Bei HARTL HAUS, einem Traditionsunternehmen aus Echsenbach, ist das Thema Persönlichkeitsentwicklung keine leere Worthülse, sondern ganz real Teil der Lehrzeit. Die Verantwortlichen wissen: Wer später innovative Wege gehen will, braucht mehr als Technik und Theorie. Reflexionsvermögen, Flexibilität, Teamgeist – das sind vielleicht die 'Soft Skills', die einem eigentlich erst im harten Berufsalltag richtig bewusst werden. 'Zukunft baut auf Charakter', wie Personalleiterin Sonja Früchtl frei nach Goethe meint. Deshalb wird hier ganz praktisch gefördert: Das duale System ist bei HARTL HAUS nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern Basis einer Ausbildung, die auch viel Raum für das Persönliche lässt.
Und was macht man, wenn junge Leute wirklich das große Ganze sehen sollen? Man lässt sie raus. Raus aus den eigenen vier Wänden, ab nach Europa, rein ins echte Leben, irgendwo zwischen Dänemark und Schweden. Zwei Stipendien, gestiftet und begleitet von Arbeiter- und Wirtschaftskammer, machen’s möglich: Lehrlinge gehen für vier Wochen ins Ausland, die Erfahrung prägt. Zimmerer Fabian hat Aalborg schon hinter sich und schwärmt noch immer von neuen Sichtweisen, besserem Englisch, Freundschaften und Teamwork über Grenzen hinweg. Vieles bleibt unvergessen – auch, dass bei HARTL HAUS die Ausbildung mit internationalen Standards locker mithalten kann.
Kollege Jonas, bald auf dem Sprung nach Malmö, sieht seine Reise als persönliche Chance und professionelle Herausforderung zugleich. Wer im Ausland arbeitet, kommt anders zurück – erweitert, selbstbewusster, manchmal auch mit Überraschungen im Gepäck. Der Übergang ist vielleicht holprig, aber lehrreich. Was fast zu kurz kommt: Reine Fachkompetenz zählt, doch Arbeitgeber brauchen Persönlichkeiten mit Ecken, Kanten, Haltung. Darauf setzt HARTL HAUS und schickt seine jungen Leute daher gern ins Fremde – auch als Botschafter. Denn spätestens, wenn man internationale Märkte mitgestaltet, ist das eigene Auftreten Firmenimage pur.
Nach 125 Jahren Firmengeschichte weiß HARTL HAUS, wie wichtig Nachwuchs ist. Die Botschaft: Wer hier arbeitet, bleibt nicht am Ort stehen. Die Zukunft, so schimmert es durch, wird im Kopf und Herzen gebaut – und manchmal in einer Werkshalle irgendwo zwischen Waldviertel und weiter Welt.
Persönlichkeitsentwicklung gilt bei HARTL HAUS als Schlüssel, um junge Fachkräfte auf die Herausforderungen einer dynamischen Arbeitswelt vorzubereiten. Die Gelegenheit zu Auslandserfahrungen fördert nicht nur fachliches Wachstum, sondern auch soziale Kompetenzen wie Offenheit und Eigenverantwortung – Eigenschaften, die insbesondere bei der Generation Z hoch im Kurs stehen. Neuere Blickwinkel aus der Branche zeigen, dass gerade kleinere und mittelständische Betriebe im Handwerk in Österreich vermehrt auf individuelle Förderung und internationalen Austausch setzen, um langfristig konkurrenzfähig bleiben zu können. In einem aktuellen Interview mit dem Leiter der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) wurde betont, dass Erfahrungen im Ausland oft zu einem Innovationsschub im Betrieb führen; Lehrlingswettbewerbe und Austauschprogramme gewinnen daher an politischer wie wirtschaftlicher Bedeutung. Parallel dazu betonen Fachportale wie die Süddeutsche Zeitung und der Spiegel den Trend zur Persönlichkeitsförderung in der beruflichen Bildung als unverzichtbaren Teil moderner Ausbildungskonzepte; dabei wird insbesondere auf die neue Generation und ihre Ansprüche an Work-Life-Balance, Sinnhaftigkeit und Wertschätzung im Beruf hingewiesen. Die Strategie, Lehrlinge auch als Markenbotschafter einzusetzen, ist aktueller denn je: Unternehmen profitieren vom frischen Input ihrer Rückkehrer und setzen so sichtbare Zeichen für eine moderne, offene Unternehmens- und Lehrlingskultur.