Monaco-Qualifying der Formel 1: Antonelli fährt allen davon

Der junge Mercedes-Fahrer Andrea Kimi Antonelli überrascht und holt sich in letzter Sekunde die Pole in Monaco – ein Herzschlagfinale, das so mancher nicht auf der Liste hatte.

heute 17:18 Uhr | 2 mal gelesen

Ein bisschen Chaos, ein Hauch Drama – so macht Monaco eben Qualifying. Während Verstappen im Red Bull wie ein Uhrwerk unterwegs ist und bei vielen schon als sicherer Pole-Mann galt, schiebt sich Antonelli mit einer brillanten Runde in allerletzter Minute an die Spitze. Ausgerechnet auf einer Strecke, auf der Überholen fast so schwierig ist, wie die Lotterie zu gewinnen. Lewis Hamilton schnappt sich für Ferrari Startplatz drei und zeigt Maxi, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Lokalmatador Leclerc gibt wie immer alles, aber eine gelbe Flagge nach seinem kleinen Crash in der Schwimmbad-Schikane bremst ihn ein bisschen aus – P4 ist nicht das, was er sich vorgestellt hat. Hinter den Großen glänzt Isack Hadjar mit einem bärenstarken fünften Platz für Red Bull – kaum einer hatte den auf dem Zettel. Russell wird Sechster und auch die McLaren mit Piastri und Norris (siebte und achte Position) schnuppern an den Topplätzen, bleiben aber in Lauerstellung. Es war das reinste Gerangel um jede tausendstel Sekunde.

Antonellis Pole-Position sorgt in Monaco für Gesprächsstoff, nicht zuletzt, weil er sich gegen etablierte Größen wie Verstappen und Hamilton durchsetzt. Die Rennställe präsentierten sich – trotz des engen Kurses und einigen Zwischenfällen, wie Leclercs Ausflug in die Streckenbegrenzung – auf höchstem Niveau. In internationalen Medien wurde besonders hervorgehoben, wie Antonelli als Nachwuchsfahrer schon jetzt unter Beweis stellt, dass mit ihm dauerhaft zu rechnen ist, während die üblichen Favoriten sich auf der Tasche liegenden 3,34 Kilometer-Strecke teils schwertun. Laut der Süddeutschen Zeitung läuft der Fahrermarkt nach Antonellis Leistung heiß: Die Debatte, ob Mercedes mit ihm auf den richtigen Jungstar gesetzt hat, ist damit entfacht (es gibt auch Gerüchte, dass Antonelli perspektivisch Russell ersetzen könnte). Auf Social Media feiern Fans weltweit Antonellis mutigen Fahrstil, aber auch Hadjars überraschende Leistung wird als frischer Wind im Fahrerlager gesehen. Insgesamt entwickelt sich die Saison zu einem ständigen Kräftemessen – und Monaco bestätigt einmal mehr, dass im Qualifying alles möglich ist.

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