Nach Merz’ Eingeständnis: Weidel attackiert gescheiterte Wirtschaftswende

Bundeskanzler Friedrich Merz räumt schriftlich ein, dass sämtliche bisherigen Maßnahmen der Regierung der wirtschaftlichen Talfahrt Deutschlands nicht spürbar entgegenwirkten. AfD-Chefin Alice Weidel reagiert prompt – sie sieht ihre Kritik am Kurs der Regierung bestätigt.

06.01.26 13:53 Uhr | 11 mal gelesen

Das jüngste Rundschreiben von Friedrich Merz, das er an die Unions- und SPD-Fraktionen verschickt hat, gleicht einer öffentlichen Bankrotterklärung in Sachen Wirtschaftswende. Weder neue Gesetze noch vermeintlich innovative Ansätze hätten bislang dazu geführt, dass sich die wirtschaftliche Misere auflöst – so lässt sich die Kernaussage wohl am treffendsten zusammenfassen. Besonders bemerkenswert finde ich, wie offen der Kanzler die Wirkungslosigkeit früherer Beschlüsse zugibt, ohne dabei einen echten Plan B erkennen zu lassen. Alice Weidel nutzt diese Vorlage: Sie spricht von 'absolutem Staatsversagen' und fragt, warum die Regierung statt großspuriger Ankündigungen nicht endlich energisch gegen Bürokratie und explodierende Energiepreise vorgeht. Ganz ehrlich – in ihrem Statement klingt weniger Sorge als vielmehr eine fast schon spöttische Genugtuung mit: „Jetzt gesteht er’s endlich ein.“ Die AfD sieht längst eine Deindustrialisierung und beklagt fatale Versäumnisse, Stichwort Energiepolitik und Klimaschutz im Grundgesetz. Statt echter Strategien erkenne sie in den Regierungsankündigungen für 2026 „nichts als hohlen Zynismus“. Die Alternative für Deutschland fordert sowohl entschlossene Reformen als auch einen Abschied von Klimavorgaben und Bürokratielasten für die Wirtschaft. Nur auf diese Weise – glaubt Weidel – lasse sich der wirtschaftliche Sinkflug stoppen. Bleibt am Ende die Frage: Wie viel Durchschlagskraft besitzen diese Forderungen im aktuellen politischen Klima? Einfache Antworten scheint es nicht zu geben, aber die Schlagrichtung ist klar.

Der öffentliche Kurswechsel von Friedrich Merz sorgt für Unruhe in der politischen Landschaft – erstmals gesteht ein Regierungschef, dass die bisherigen wirtschaftslenkenden Maßnahmen ins Leere liefen. Die deutsche Industrie leidet weiterhin unter Abwanderung, Stellenabbau und Konkurswellen – aktuelle Wirtschaftsdaten belegen einen Rückgang der Industrieproduktion und eine schwächelnde Exportbilanz, angeheizt durch hohe Energiepreise und strikte Klimavorgaben. In den Medien wird diese Entwicklung unterschiedlich bewertet: Während konservative Stimmen lautstark Reformen fordern und auf wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung verweisen, geben gemäßigte Kommentatoren zu bedenken, dass vereinfachte Schuldzuweisungen wenig an der Komplexität der Herausforderungen ändern. Experten weisen insbesondere darauf hin, dass strukturelle Schwächen wie Fachkräftemangel, eine globale Konjunkturabkühlung und geopolitische Unsicherheiten die Krise verschärfen. Zudem bleibt unklar, wie eine Energiewende ausgestaltet werden könnte, die sowohl Wettbewerbsfähigkeit als auch Klimaziele sicherstellt.

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