Der Brief von Friedrich Merz hat in der Bundesregierung offenbar keine Begeisterungsstürme ausgelöst: Matthias Miersch von der SPD stellt klar, dass wirtschaftliche Weichenstellungen nicht ohne gleichzeitige Stärkung des Sozialstaats funktionieren. Aus seiner Sicht braucht Deutschland dringend einen echten Schulterschluss zwischen Wachstumsförderung und fairen Arbeitsbedingungen. Das ist keineswegs Konsens in der Ampel oder gar mit der CDU. In jüngsten Artikeln auf www.zeit.de und www.faz.net zeigt sich generell, dass die Diskussion um Wirtschaftspolitik in Berlin zunehmend von sozialpolitischen Aspekten und dem Druck aus der Wirtschaft geprägt wird. Die aktuellen Debatten rund um die Wettbewerbsfähigkeit machen deutlich, dass nicht nur kurzfristige Erfolge zählen – sondern nachhaltige Lösungen gefragt sind. Zusätzliche Einzelheiten: Im aktuellen wirtschaftspolitischen Diskurs werden verstärkt Forderungen nach Steuererleichterungen für Unternehmen und Investitionen in Digitalisierung und Energiewende laut. Besonders kritisch diskutiert werden die hohen Arbeitskosten und der schleppende Ausbau erneuerbarer Energien, während die soziale Gerechtigkeit etwa im Hinblick auf Lohnniveau und Sicherheit im Wandel nicht zurückstehen darf. Auch internationale Entwicklungen, etwa die schwächelnde Weltkonjunktur und Lieferprobleme, wirken sich auf die deutsche Debatte aus.
06.01.26 13:09 Uhr