Europa schmettert US-Forderungen nach Grönland ab

Wieder einmal pochen die USA auf ihren Einfluss in Grönland – und stoßen auf ein vereintes Nein aus Europa. Die aktuellen Solidaritätsbekundungen starker Länder an die Insel sind ein deutliches Signal.

06.01.26 13:09 Uhr | 11 mal gelesen

Es ist schon erstaunlich, wie oft das Thema um Grönland wieder aus den Untiefen internationaler Politik auftaucht. Diesmal reagierten Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und natürlich Dänemark äußerst klar: 'Grönland gehört seinem Volk.' Punkt. Und damit ist aus Sicht dieser Staaten die Sache eigentlich gelaufen, was – ehrlich gesagt – für Außenstehende ziemlich nachvollziehbar klingt. Es sei ausschließlich die Angelegenheit von Dänemark und Grönland, sich um alles zu kümmern, was jene beiden betrifft – basta. Dabei kam auch die Arktissicherheit zur Sprache. Für die Europäer steht außer Frage, dass die Region eine Schlüsselfunktion für die Sicherheit Europas und des gesamten Westens spielt. Die NATO habe längst betont, wie wichtig die Gefilde rund um den Nordpol sind, während man sich jetzt noch mehr auf Präsenz, Investitionen und Manöver konzentriert – eine Art Signal: Wir lassen uns nicht ausschließen, und irgendjemandem die Kontrolle abnehmen, kommt nicht infrage. Nicht zu übersehen: Dänemark, und damit eben auch Grönland, gehört halt nun einmal zur NATO. Im Kern läuft alles darauf hinaus, dass sich nichts an den grundsätzlichen Prinzipien der UN-Charta rütteln lässt – Souveränität, territoriale Integrität, Unverletzlichkeit von Grenzen. Diese Werte, so der Tenor, bleiben unverrückbar – zumindest solange, wie Europa mitredet. Interessant, wie entschlossen und geeint Europa in diesem Punkt auftritt. Ob das bei anderen transatlantischen Themen genauso klappt…? Darüber lässt sich nur spekulieren.

In letzter Zeit haben mehrere europäische Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, angesichts erneuter amerikanischer Begehrlichkeiten in Richtung Grönland klargemacht, dass die Insel einzig ihrem eigenen Volk und Dänemark gehört. Europa unterstreicht dabei besonders die Bedeutung der Arktis für die Sicherheit des Kontinents und verweist auf die Rolle der NATO in der Region – und darauf, dass grundlegende völkerrechtliche Prinzipien nicht zur Disposition stehen. In aktuellen Berichten wurde zudem hervorgehoben, dass Dänemark und Grönland angesichts wachsender geopolitischer Spannungen eng zusammenarbeiten, um ihre Interessen gegen äußeren Druck zu schützen (vgl. zahlreiche internationale Nachrichtenportale der letzten Tage). Weitere Details zeigen: Die USA nehmen eine zunehmende Militarisierung und wachsende russische und chinesische Präsenz in der Arktis als Rechtfertigung für eigene Forderungen. Gleichzeitig betonen die europäischen Staaten in neuen Analysen ihre Investitionen in Forschung und nachhaltige Entwicklung der Arktis. Die wirtschaftlichen und strategischen Potenziale Grönlands, etwa im Bereich seltener Erden und Energieressourcen, sind dabei immer wieder Thema – aber das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung steht im Vordergrund.

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