Nachhaltigkeit als Wachstumsmotor: Würth Österreich setzt neue Maßstäbe

Böheimkirchen – Würth Österreich, spezialisiert auf Montage- und Befestigungsmaterial, setzt konsequent darauf, wirtschaftlichen Fortschritt mit Umwelt- und Sozialverantwortung zu verbinden. Zwei aktuelle Meilensteine – die EcoVadis-Bronzemedaille und eine neu in Betrieb genommene Geothermie-Anlage – verdeutlichen die Verankerung nachhaltiger Werte im Unternehmen.

heute 14:32 Uhr | 3 mal gelesen

Die Anerkennung von EcoVadis war für viele vermutlich wenig überraschend, zumindest für jene, die den Kurs von Würth Österreich mitverfolgen. Bronze klingt zwar erstmal nicht nach einem Triumphzug, aber immerhin: Das Unternehmen reiht sich damit weltweit unter die erfolgreichsten 35 Prozent – was angesichts der Vielzahl an bewerteten Firmen durchaus beachtlich ist. Bewertet werden Aspekte wie Ressourcenverbrauch, Menschenrechte, Ethik und eben auch, wie verantwortungsvoll die Lieferkette gestaltet wird. Das Umweltteam in Böheimkirchen scheint seine Hausaufgaben gemacht zu haben – mit sichtbarem Erfolg. Michael Hempt, der Geschäftsführer, bringt es auf den Punkt: „Wir wachsen mit Verantwortung.“ Schön gesagt, aber am Ende muss so ein Bekenntnis ja auch praktisch umgesetzt werden – und hier landen wir bei der neuen Geothermie-Anlage. Weg vom Gas, rein ins Erdreich, kann man fast sagen. Seit kurzem sorgt das System für Wärme und Kühlung, und das zu einem gehörigen Teil autark dank Photovoltaik auf dem Dach. Übrigens, 5,9 Millionen Euro wurden investiert, davon eine halbe Million als Zuschuss – eine Hausnummer, bei der es schon einmal rattert. Den CO2-Ausstoß reduziert das Ganze spürbar, und die Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert den Löwenanteil der Energie für die Wärmepumpen. Rund 300 Tonnen weniger klimaschädliche Gase jährlich, das entspricht fast zehn Prozent der bisherigen Emissionen aus Gebäudeenergie und Fuhrpark – wobei, der ist ohnehin schon zur Hälfte elektrisch unterwegs. Laut Plan sollen die Emissionen bis 2030 um über 90 Prozent gegenüber 2021 sinken. Ambitioniert, keine Frage – und die jüngste Hochwasserkatastrophe in Niederösterreich sitzt den Verantwortlichen noch deutlich in den Knochen. Klimaereignisse sind eben mehr als abstrakte Bedrohungen für ein paar Jahrzehnte, das hat man vor Ort auf die harte Tour lernen müssen. Wirtschaftlich betrachtet: Der Markt belohnt nachhaltiges Denken. Insbesondere im Bau- und Immosektor werden Themen wie Energieeffizienz und grüne Lieferketten zunehmend zu harten Ausschlusskriterien. Würth positioniert sich mit seinem Nachhaltigkeitsengagement im Branchenvergleich schon heute clever – auch, weil Kunden, Regulierer und Mitarbeitende zunehmend darauf achten, wer Verantwortung übernimmt. Trotzdem: Das Thema Daten und Transparenz, besonders bezogen auf Transport und den gesamten Produktzyklus, bleibt strittig und unbequem. Da ist weiterhin viel zu tun. Am Ende bleibt: Würth Österreich will Teil der Lösung sein, nicht des Problems. Manchmal klingt das alles in Unternehmens-Pressemitteilungen eine Spur zu glatt, doch schaut man genauer hin, sieht man nicht nur Ambition, sondern auch eine gewisse Ehrlichkeit, was die Herausforderungen betrifft.

Würth Österreich demonstriert mit seiner neuen Geothermie-Anlage und der EcoVadis-Bronzemedaille, dass nachhaltige Geschäftsentwicklung nicht nur Lippenbekenntnis ist, sondern Schritt für Schritt praktisch umgesetzt wird. Die Anlage reduziert die CO2-Emissionen, fördert Eigenenergieerzeugung und dient gleichzeitig als Vorzeigeprojekt für harte Dekarbonisierungsmaßnahmen innerhalb der Branche. Andere Unternehmen greifen diese Themen zwar ebenfalls auf, doch die aktive Vernetzung von ökologischer Innovationskraft, Investitionsbereitschaft und Marktpositionierung, wie sie Würth hier zeigt, ist bislang noch selten und unterstreicht die Notwendigkeit, angesichts von Extremwetterereignissen und verschärften Regulierungen schnell zu handeln. Recherche-Update 2024: Laut aktuellen Branchennachrichten bestimmen Nachhaltigkeit und Klimaanpassung weiterhin die Agenda deutscher und österreichischer Unternehmen. Viele setzen auf CO2-Reduktion, Solarenergie und Wärmepumpen, allerdings bleibt die langfristige Transformation – etwa durch tiefgreifende Umstellung von Lieferketten oder vollständige Datenerhebung über Produktlebenszyklen hinweg – eine große Herausforderung. Experten betonen, dass neben technologischen Innovationen vor allem nachhaltige Unternehmenskulturen und eine breite Einbindung der Belegschaften entscheidend sind.

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