Wenn Ärger zum Alltag wird
Eine Mehrheit der Deutschen fühlt: Die Welt wird rabiater, auf den Straßen wie im Netz. Laut Umfragen meinen 84 Prozent, dass der Ton rauer und die Ausbrüche heftiger werden. Aber: Wut als Motor für Wandel – geht das? Und wo kippt sie ins Zerstörerische? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von Hirnforschung bis Soziologie, erklären, wieso wir so unterschiedlich mit Zorn umgehen und wie unser Gehirn tickt, wenn wir uns ärgern. Kinder müssen Kontrolle erstmal lernen – das ist klar. Die NANO Doku ist mittendrin: Im Streifenwagen schaut sie Polizisten über die Schulter, in der Schule lernen Kids mit „Faustlos“ wie man ruhig bleibt und neue Wege testet, um Dampf abzulassen.
Worte, die wirken
Sprache ist unser Werkzeug. Sie beeinflusst unser Denken, spätestens in unruhigen Zeiten. Worte sind nicht neutral, sie lösen im Kopf jede Menge aus: Sie können Gemeinschaft stiften – oder Misstrauen schüren. Sogar das Gehirn verändert sich, wenn dieselben Worte sich immer wieder wiederholen – Stichwort: Framing. Marketing nutzt das längst schamlos, Politiker sowieso. Im „NANO Talk“ hinterfragt Stephanie Rohde gemeinsam mit ihren Gästen (Lea Dohm, Nicole Gotzner, Franca Parianen), was Sprache im Guten wie im Schlechten anrichten kann und warum wir dringend lernen sollten, besser mit ihr umzugehen.
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Die 3sat-Dokumentation geht dem Gefühl vieler Menschen nach, dass im Alltag die Aggression zunimmt – nicht nur im Verkehr, sondern auch digital. Experten aus Neurowissenschaft und Sozialforschung diskutieren, warum Wut sowohl eine destruktive Kraft entfalten als auch gesellschaftliche Veränderungen anstoßen kann. Zugleich wird beleuchtet, wie Sprache schon durch kleine Nuancen unsere Gefühle und Taten beeinflussen und sich sogar auf Bau und Struktur des Gehirns auswirken kann; Politiker und Werber setzen solche Effekte gezielt ein. Darüber hinaus zeigen aktuelle Beiträge von führenden Nachrichtenseiten, dass die gesellschaftliche Debatte um Sprache und Aggression weiterhin hochaktuell ist: Die Süddeutsche Zeitung hebt hervor, dass politische Sprache zunehmend emotionalisiert und dabei gezielt Gefühle wie Wut oder Angst genutzt werden, was die Kluft in der Gesellschaft vertieft Quelle: Süddeutsche Zeitung. Die ZEIT berichtet von neuen Studien, laut denen Hass im Netz vor allem dann eskaliert, wenn sich Menschen durch Sprache ausgegrenzt oder provoziert fühlen – Empathie im Dialog könne dabei deeskalierend wirken Quelle: DIE ZEIT. Laut taz beschäftigen sich Forscher aktuell verstärkt damit, wie wiederholte Negativschlagzeilen unsere individuelle Aggression steigern und plädieren für eine differenzierte Berichterstattung als Weg zu mehr gesellschaftlicher Gelassenheit Quelle: taz.